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Einwanderer aus Böhmen

Mit zahlreichen herausragenden Funden erwies sich das Altenfeld u. a. als Sitz der Elite bzw. der Aristokratie. Offensichtlich hatte sich hier eine aus Böhmen eingewanderte Gruppe von Boiern niedergelassen, wofür der Münzschatz, aber auch menschliche Überreste sprechen.

Der aus 483 boischen Muschelstateren und einem 217 g schweren Goldklumpen sowie drei Ringchen eines organischen Behältnisses bestehende Münzschatz wurde am Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. in der Nähe des Hafens neben einem Pfosten verborgen. Er belegt die engen Verbindungen der Manchinger Kelten mit Böhmen, der historisch überlieferten Heimat der Boier.

Unter den zahlreichen menschlichen Skelettresten aus Manching, die sich meistens zwischen Siedlungsabfällen finden, stellt die bewusste Deponierung von acht menschlichen Schädeln über der Bestattung eines Kindes etwas Besonderes dar. Sie lässt erahnen, wie man sich den Umgang mit den Toten im Rahmen einer stufenweisen Bestattungssitte vorzustellen hat. Strontium-Isotopen-Untersuchungen an den Knochen haben ergeben, dass ein Teil der Manchinger Bevölkerung aus Böhmen zugewandert ist.

Der nur 5 cm große bronzene Hippokamp (Seepferd), eine keltische Arbeit, war auf einer hölzernen Unterlage befestigt und ursprünglich seitlich mit einem anderen Gegenstand – einem weiteren Hippokampen? – verstrebt. Als Begleiter für Wassergottheiten galt der Hippokamp in der Antike als Symbol für das Wasser; er belegt das Wissen der Manchinger Kelten um die Kulte des Mittelmeerraumes. Der Fund ist die Vorlage für das Logo der RGK.


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