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Leben am Meer |
Das Leben auf den Küstenwohnplätzen an der Wismarbucht war eng mit dem Meer verbunden. Man fuhr mit Einbaum-Booten zum Fischen und zur Robbenjagd, sammelte Haselnüsse für den Wintervorrat und jagte Wasservögel. |
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Profilwand der Ausgrabung eines Küstensiedlungsplatzes mit einem Trittstein in der ehemaligen flachen Strandzone (Photo H. Lübke, RGK/DAI).
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Wahrscheinlich gehörten die Wohnplätze zu einem System mehrerer Stationen in verschiedenen Landschaftsbereichen, also auch im Binnenland, zwischen denen die Menschen regelmäßig je nach Jahreszeit wechselten, um verschiedene Nahrungsangebote ausnutzen und bestimmte Arbeiten durchführen zu können.
Über die Form ihrer Häuser oder Hütten wissen wir nichts, aber über die Jagdtiere und Fischfangtechniken wurden neue Kenntnisse gewonnen. Die Tierknochen aus den Nahrungsresten überliefern, welche Fische, Vögel und Säugetiere am häufigsten erlegt wurden. Darüber hinaus geben sie auch Hinweise auf ein wärmeres Klima und die Jahreszeit der Jagd. Holz war ein wichtiger Werkstoff für Jagdwaffen, wie Pfeil und Bogen, für Geräte zum Fischfang und für die Boote. Auch lebten die Menschen an der Wismarbucht keinesfalls isoliert. Es gab enge Kontakte zu benachbarten Gruppen im Norden, die ein ähnliches Leben führten, aber auch nach Süden und Südosten, wo Menschen bereits seit mehreren Jahrhunderten bäuerlich wirtschafteten.
Zeichnung des Grubenbefundes von Timmendorf-Nordmole I mit eingestürzter Holzkonstruktion und großen Steinen (Zeichnung J. Freigang, LaKD M-V).
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Faszinierender Abfall am Ufer
Bei den Unterwasserausgrabungen in der Wismarbucht wurden meistens die Ufersedimente und der Bereich des flachen Wassers vor den ehemaligen Küstensiedlungsplätzen erfasst. Die Schichtung der Ufersedimente zeigt in den unteren Bereichen Torfe, die während der Vernässung der Landschaft entstanden sind, und darüber marine Mudden mit Salzwassermuscheln, die sich ablagerten, nachdem das Gelände vom Meer überflutet worden war. In diese Meeresablagerungen sind die meisten archäologischen Funde eingeschlossen. Im Flachwasser wurden Werkabfälle und Nahrungsreste entsorgt. Größere Steine erlaubten ein Betreten dieser Zone, die auch ein Teil des Arbeitsbereiches der Fischer und Jäger war. Der weiter landeinwärts gelegene, eigentliche Wohnplatz ist größtenteils durch den Wellenschlag des ansteigenden Meeres zerstört und abgetragen worden.
Foto der geschäfteten Klinge mit kunstvoller Umwicklung (Photo S. Suhr, LaKD M-V).
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Zeichnung der geschäfteten Klinge mit kunstvoller Umwicklung (Zeichnung J. Freigang, LaKD M-V).
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