| Deutsches Archäologisches Institut, Eurasien-Abteilung Paläobotanik Im Dol 2-6, D-14195 Berlin Tel: +49/1888/7711-348, Fax: +49/1888/7711-313 Kurze Anleitung zum einfachen Schlämmen von botanischen Proben (verkohlt) Probenentnahme: 1. Proben aus Herdstellen, Gefäßen, Gruben, von Fußböden, etc. entnehmen. Von Fußböden gegebenenfalls mehrere Proben von verschiedenen Stellen entnehmen, um z.B. eine eventuelle Verteilung des Materials im Raum feststellen zu können (Tätigkeitsbereiche). 2. Wenn möglich Proben von jeweils 5-10 Liter (bitte die Menge angeben). Schlämmen: Einige Liter Erde der Probe in einen Eimer oder Becken geben. (*) Wasser hinzufügen. Gut umrühren. Holzkohle, verkohlte Samen, etc. werden aufschwemmen. Das aufgeschwemmte Material über einem Sieb mit Maschenweite 0.5 mm (wichtig !!) abgießen. Das auf dem Sieb liegengebliebene Material vorsichtig mit Wasser spülen. Die ganze Prozedur (ab *) 1 bis 2 Mal wiederholen. Nachher das Sieb umgekehrt auf (Zeitungs)papier ausschlagen. Das verkohlte Pflanzenmaterial im Raum trocknen lassen (nicht bloßstellen an Sonne oder Wind). Die getrockneten Proben in Plastiktüten packen. Diese Proben sind auch für C14 geeignet. (Getreide-)Vorräte können auch ungeschlämmt mitgenommen werden. Bauholz (Balken, etc., verkohlt/unverkohlt): Für die Bestimmung von einzelnen Bauhölzern reicht wenig Material (ungefähr die Größe einer Streichholzschachtel). Größere Bohlen für Dendrochronologie als Block bergen (vgl. das Merkblatt für dendrochronologische Untersuchung). |