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Corpus römischer Bleibarren

Historisch-archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen zur Bleiproduktion im römischen Reich

Konum

Römisches Reich - Imperium Romanum, Mittelmeerraum und Nordprovinzen.

Background

Blei wurde bereits in den prähistorischen Metallzeiten genutzt. Doch spielte es in der Kulturgeschichte keine so große Rolle wie Gold, Silber, Kupfer und Zinn. Erst im Römischen Reich änderte sich das Nutzungsverhalten grundlegend. Gewinnung, Verbreitung und Verarbeitung dieses Metalls zählten nun zu den wichtigen Wirtschaftszweigen.

Blei war in römischer Zeit wichtiges Handels- und Gebrauchsgut, das in großem Umfang in den Bergbauzentren verschiedener Provinzen abgebaut und in Form massiver Barren - von denen heute schätzungsweise etwa 3000 Stück erhalten sind - in alle Provinzen des römischen Reiches verbracht wurde. In den Altertumswissenschaften und der Archäometallurgie ist der Rolle des Bleis bislang nur selten und meist punktuell in Zusammenhang mit Neufunden begrenzte Aufmerksamkeit entgegengebracht worden. Das liegt unter anderem daran, dass Blei bereits in den prähistorischen Metallzeiten keine so große Rolle in der Kulturgeschichte spielte wie Gold, Silber, Kupfer und Zinn, vor allem wohl deshalb, weil zum einen die Patinierung der Oberfläche die Menschen weitgehend abhielt, daraus Schmuckobjekte anzufertigen, zum anderen eignete sich Blei aufgrund seiner leichten Verformbarkeit auch nicht zur Herstellung von Waffen. Erst im Römischen Reich änderte sich das Nutzungsverhalten grundlegend. Von da an müssen Gewinnung, Verbreitung und Verarbeitung dieses Metalls zu den wichtigen Wirtschaftszweigen gerechnet werden.

Amaçlar

Das Forschungsvorhaben zielt auf die Gewinnung vertiefter Einblicke in die antike Wirtschaftsgeschichte auf dem Gebiet der Metallgewinnung und der Rohstoffdistribution. Durch die umfassende Auswertung der Inschriften und Stempelmarkierungen auf den Barren vereint mit den Ergebnissen naturwissenschaftlicher Provenienzanalysen (Bleiisotopie, Spurenelementanalyse) dürften neue Erkenntnisse zur Bleidistribution, zur Organisation des Bleihandels, zum römischen Bergbauwesen und zu Strukturen der Metallgewinnung generiert werden.

Das Forschungsvorhaben zielt auf die Gewinnung vertiefter Einblicke in die antike Wirtschaftsgeschichte auf dem Gebiet der Metallgewinnung und der Rohstoffdistribution. Das Weichmetall Blei in Form von Barren als unmittelbarer Bergbauprodukte eignet sich dafür in besonderer Weise. Durch die umfassende Auswertung der Inschriften und Stempelmarkierungen auf den Barren vereint mit den Ergebnissen naturwissenschaftlicher Provenienzanalysen (Bleiisotopie, Spurenelementanalyse) dürften neue Erkenntnisse zur Bleidistribution, zur Organisation des Bleihandels, zum römischen Bergbauwesen und zu Strukturen der Metallgewinnung generiert werden. Fundamentale Bedeutung besitzt dafür die umfassende Zusammenstellung aller Bleibarren aus römischer Zeit in Form eines Corpus unter interdisziplinärer Herangehensweise, die epigraphische, archäologische und naturwissenschaftlich-metallurgische Untersuchungen vereint.

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Die Bleibarren und die darauf angebrachten Inschriften werden dokumentiert, photographiert und eine geringe Menge Blei (ca. 20 mg) entnommen. In den materialkundlichen Labors des Deutschen Bergbaumuseums Bochum werden Bleiisotopenwerte und Spurenelemente bestimmt, um dadurch Provenienzgebiete einzugrenzen.

İşbirliği

Deutsches Bergbau Museum Bochum
Universität zu Köln, Archäologisches Institut

Further Contact

Dr. Michael Bode
Archäometallurgie
Deutsches Bergbau-Museum, Bochum
Michael.Bode@bergbaumuseum.de

Dr. Norbert Hanel
Archäologisches Institut
Universität zu Köln
Norbert.Hanel@uni-koeln.de
Curriculum Vitae

Prof. Dr. Andreas Hauptmann
Archäometallurgie
Deutsches Bergbau-Museum, Bochum
Andreas.Hauptmann@bergbaumuseum.de

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