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angle-left Altertümer von Pergamon

Die hellenistisch-römische Stadt und Königsresidenz Pergamon ist seit 130 Jahren eine der größten Grabungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Während die Ausgrabung 1878 mit dem Ziel begonnen wurde, die damals bekannt gewordenen Reliefs des Pergamon-Altars zu bergen, steht schon seit über 100 Jahren die systematische Erforschung des gesamten antiken Stadtorganismus im Vordergrund.
In der Reihe Altertümer von Pergamon werden die Grabungsergebnisse des Großprojektes abschließend dokumentiert. Die Bände erscheinen in lockerer Folge und behandeln hauptsächlich Gebäude und Gebäudekomplexe samt den darin entdeckten Einzelfunden.

Verlag

Walter de Gruyter GmbH & Co. KG
Genthiner Straße 13
D-10785 Berlin
Tel.: +49 (0)30 26005-0

Verantwortliche Redaktion/Herausgeber

Redaktion
Zentrale Berlin
 
Herausgeber
im Auftrag der Zentrale Berlin herausgegeben von Felix Pirson

Aktueller Band

Altertümer von Pergamon, III, 3, M. Klinkott, Das Fundament des Pergamonaltars und die Aufnahme seiner Fassadenfragmente

Die Abhandlung zum Fundament des Pergamonaltars und der Bauteile seiner Fassaden ergab sich aus einer Nachprüfung der bisherigen Datierung des Gebäudes an Hand der Keramik in den Kammern der Rostkonstruktion durch W. Radt und G. de Luca. Dadurch war die Möglichkeit gegeben, das gesamte Fundament mit einer steingerechten Bauaufnahme zu erfassen. Das Ergebnis dieser Bauaufnahme führte zu einem Vergleich mit allen vorliegenden Rekonstruktionsversuchen, die sich voneinander unterschieden und sich nicht der Fundamentgröße anpassen ließen. So kam es zur nächsten Herausforderung, dem Überprüfen der Fassaden in ihren Seitenlängen, wozu jedoch jedes noch vorhandene Bauteil nachgemessen werden musste. Dabei galt es auch herauszufinden, welche Fragmente von der Bauhütte exakt oder nachlässig bearbeitet wurden.

Aber um das beurteilen zu können, musste erst die richtige Fußmaßgröße aus der Menge der gesammelten Daten gefunden werden, um schließlich die Breitenmaße der Fassaden zu errechnen, die sich nur mit dem richtigen Ergebnis dem Fundament aufsetzen lassen. Mit diesem »Schlüsselwert« waren dann auch die bisher in Vorschlag gebrachten Höhen des Gebäudes mit ihren Untergliederungen zu kontrollieren. Dass sich der Aufbau im unteren Bereich nach den Stufen der großen Freitreppe richten musste, war als selbstverständlich ohne Zweifel anzunehmen. Dann aber zeigte es sich, dass am Kolonnadengeschoss das Gliederungsprinzip durchbrochen wurde, um perspektivische Verkürzungen optisch auszugleichen. Mit dieser Abweichung aus dem zunächst festgelegten Stufenrhythmus unterscheidet sich der pergamenische Architekt von einer bis in das kleinste Detail durchdachten Entwurfsdisziplin, um dem Zwang einer völlig in Regeln eingebundenen Architektur zu entgehen.

 

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