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Archäologie in Eurasien

Monographische Beiträge zur Archäologie des Schwarzmeerraumes, des Nordkaukasus, der eurasischen Steppe sowie der Mongolei und Nordchinas.

Verlag

In Kommission bei
Verlag Dr. Rudolf Habelt GmbH
Am Buchenhang 1
53115 Bonn
 
 

Verantwortliche Redaktion/Herausgeber

Eurasien-Abteilung 
redaktion.eurasien@dainst.de

Richtlinien für Autorinnen und Autoren

Manuskripte bitten wir bei der Leitung der Eurasien-Abteilung einzureichen. Bei der Gestaltung der Beiträge sind die Richtlinien der Reihe zu beachten. 

Aktueller Band

Band 36: A. B. Belinskij - H. Härke, Ritual, society and population at Klin-Yar (North Caucasus) Excavations 1994 – 1996 in the Iron Age to early medieval cemetery

Der Band präsentiert die Resultate eines Kooperationsprojektes zwischen russischen und westlichen Wissenschaftlern. Im Nordkaukasus wurden bei Grabungen 1994-1996  auf dem bereits durch frühere Grabfunde bekannten Areal von Klin-Yar 52 Grabanlagen entdeckt. 17 davon gehören zur Koban-Kultur, neun sind sarmatische, zwei sarmatisch-alanische Grabanlagen und 24 alanische Katakomben. Insgesamt liegen mehr als 100 Bestattungen vor. Bei der Auswertung  der Grabanlagen und des Inventars wurden die drei Hauptautoren durch Beiträge von 13 weiteren Autoren unterstützt. Schwerpunkte bilden neben den Untersuchungen der Grabsitten die Analyse der Keramik, der Gürtelteile und anderer datierender Funde. 

Ein Abschnitt ist der Sozialstruktur der spätsarmatischen und alanischen Gräber gewidmet. Die archäologischen Untersuchungen werden wesentlich ergänzt durch naturwissenschaftliche Analysen – 14C-Datierungen sowie anthropologische und zoologische Bestimmungen des Knochenmaterials. Dies erlaubt Rückschlüsse auf Ernährung und Wirtschaftsweise der Bevölkerung, aber auch auf die Einwanderung von Bevölkerungsgruppen, mit denen ein Wandel von Kultur, Ritual und Lebensweise verbunden war.

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Band 37: M. Ullrich, Eine Siedlung der Völkerwanderungszeit auf den Ruinen des antiken Tanais. Ergebnisse der russisch-deutschen Ausgrabungen 1993 bis 2004.

Das antike Tanais, an der Mündung des Don in das Asowsche Meer gelegen und aus Strabons Geographica bekannt (XI, 2, 3), war ursprünglich eine griechische Koloniegründung vermutlich des 3. Jhs. v. Chr. Als Grenzort war es ein Handelspunkt sowohl für asiatische als auch europäische Nomaden. Nach der Zerstörung der Stadt in der Mitte des 3. Jhs. n. Chr. wurde erst im 5. Jh. an ihrer Stelle eine Siedlung der Černjachov-Kultur errichtet. Sie ist Gegenstand des vorliegenden Bandes aus der Feder von Michael Ullrich, der während der gesamten Dauer an den Ausgrabungen in Tanais teilgenommen hat. Das Werk legt dabei Keramikfunde in umfangreichen Abbildungen vor. Architektonisch liegt der Fokus auf den Siedlungsbauten aus Abschnitt XIX sowie den Befestigungsbauten in ihren unterschiedlichen Nutzungsphasen.

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Band 39: K. Hellström, Fibeln und Fibeltracht der Sarmatischen Zeit im Nordschwarzmeergebiet (2. Jh. v. Chr. – 3. Jh. n. Chr.)

Im Zentrum der Arbeit stehen die Fibeln der Sarmatischen Zeit (2. Jh. v. Chr. – 3. Jh. n. Chr.) aus dem nördlichen Schwarzmeergebiet (Moldawien, Ukraine, Russland). Ihre sowohl formal-typologische als auch kontextbezogene Analyse verfolgt in erster Linie das Ziel, das breite Typenspektrum geordnet vorzulegen, zu klassifizieren und in einen überregionalen Kontext zu stellen, um sie – entsprechend ihrer für die archäologische Forschung fundamentalen Funktion als chronologischer Anzeiger – für weiterreichende kulturgeschichtliche Untersuchungen im Arbeitsgebiet verfügbar zu machen. Die Vergleichbarkeit mit zum Teil fest etablierten und bewährten europäischen Fibeltypologien ist ein Grundanliegen der Arbeit, da die Vorgänge im Nordschwarzmeerraum nicht losgelöst von gesamteuropäischen bzw. eurasischen historisch-archäologischen Prozessen betrachtet werden können, in deren Kontext sie fest eingebunden sind.

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