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Archäologische Veröffentlichungen

Um die Arbeiten des DAI Kairo entsprechend aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden 1970 die Archäologischen Veröffentlichungen begründet, die den Schwerpunkt auf die Veröffentlichung rein archäologischer Arbeiten aus den eigenen Grabungen setzen. Die bisher in unregelmäßigen Abständen erschienenen mehr als 80 Bände bieten einen detaillierten Einblick in Einzelaspekte sowie Überblicke über die Grabungen der Abteilung.

Verlag

Seit 2007:
Harrassowitz Verlag
Kreuzberger Ring 7b-d
D-65205 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 530-0
www.harrassowitz-verlag.de
 
Bis 2006:
Verlag Philipp von Zabern GmbH
Riedeselstraße 57
D-64283 Darmstadt
+49 (0)6151 3308-350

Verantwortliche Redaktion/Herausgeber

Abteilung Kairo
redaktion.kairo@dainst.de

Richtlinien für Autorinnen und Autoren

Manuskripte können in deutscher, englischer und französischer Sprache eingereicht werden. Die Manuskripte müssen grundsätzlich abgeschlossen, vollständig und satzfertig sein.
Layoutvorgaben:
Seitenrand: 2,5 - 2 - 2,5 - 2,5 cm
Format: A4 Hochformat
KEIN Blocksatz, KEINE Silbentrennung, keine Querverweise, keine Kopf- oder Fußzeilen, keine Tab-Stops oder Tabulatoren, Hervorhebungen nur gesperrt, 1.5 pt
Formatierung: Times New Roman 12pt, doppelter Zeilenabstand, Fußnoten: Times New Roman 9 pt
 
 

Aktuelle Bände

Eva-Maria Engel, Umm el-Qaab VI. Das Grab des Qa‘a. Architektur und Inventar

Der letzte König der 1. Dynastie, Qa‘a, wurde gegen 2800 v. Chr. in Umm el-Qaab bestattet. Um die königliche Grabkammer herum waren in dem unterirdischen Lehmziegelgebäude, das als sein Grab diente, Räume für weitere Bestattungen und Magazine für Beigaben angelegt. Im Laufe der über 20jährigen Regierungszeit des Königs wurde dieses Grab mehrfach an geänderte Anforderungen angepasst und erweitert, wie die Nachuntersuchungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Kairo zeigen konnten. Es wurde deutlich, dass das Grab durch diese Veränderungen ein typologisches Bindeglied zwischen den Gräbern der 1. Dynastie in Abydos und der 2. Dynastie in Saqqara darstellt. Die Verteilung der Funde innerhalb des Grabes wiederum bildete das Konzept ab, das dem Verhältnis des Königs zu seiner Umwelt zugrunde lag: Beigaben und Personen in den Nebengräbern dienten als Abbild des Hofstaats allein der Versorgung des Königs im Jenseits.

Die Geschichte Umm el-Qaabs mit den bereits Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden Ausgrabungen Émile Amélineaus und William M. F. Petries und den damit verbundenen Umschichtungen des beweglichen Inventars der Gräber erforderte eine genaue Trennung des Fundmaterials in originäre Bestandteile der Grabausstattung und Beigaben einerseits sowie intrusive Objekte andererseits, um die datierende Funktion, die Funden aus Königsgräbern in der Regel zukommt, zu gewährleisten, so dass nun die Artefakte aus dem Grab des Qa'a an anderen Grabungsplätzen als Referenz für das Ende der 1. Dynastie herangezogen werden können.

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Fathi Afifi Badawi, Josefine Kuckertz, Friedrich W. Räsing, Sabine Bergander, Stefan Klug
Merimde-Benisalâme IV - Die Bestattungen
 
Von 1977 bis 1982 führte das Deutsche Archäologische Institut Kairo unter der Leitung von Josef Eiwanger Ausgrabungen in der über 7500 Jahre alten archäologischen Stätte Merimde-Benisalâme am Rand des westlichen Nildeltas durch. Nachdem in den Bänden Merimde-Benisalâme I (Die Funde der Urschicht, 1984), II (Die Funde der mittleren Merimdekultur, 1988) und III (Die Funde der jüngeren Merimdekultur, 1992) schon Ausgrabungsergebnisse und Funde von Josef Eiwanger veröffentlicht wurden, folgt nun in Merimde-Benisalâme IV die Bearbeitung der während der Ausgrabung aufgefundenen Bestattungen und menschlichen Skelettreste. Die insgesamt 158 Gräber der älteren, mittleren und jüngeren Merimde-Kultur, der Maadi-Kultur und der frühdynastischen Zeit sowie einige jüngere Gräber werden von F. A. Badawi und J. Kuckertz ausgewertet, F. W. Rösing, S. Bergander und S. Klug präsentieren die anthropologischen Ergebnisse aller Skelettfunde.
 
 

Rita Hartmann
Umm el-Qaab IV - Die Keramik der älteren und mittleren Naqadakultur aus dem präsynastischen Friedhof U in Abydos (Umm el-Qaab)

Unmittelbar nördlich der frühdynastischen Königsnekropole von Umm el-Qaab gelegen, umfasst der Friedhof U neben ziegelausgemauerten Gräbern der spätprädynastischen Zeit etwa 600 einfache, in den festen Wüstengrund eingetiefte Grubengräber der älteren und mittleren Naqadakultur (Naqada I und II, ca. 3900–3350 v.Chr.). Erhaltene Reste ihres Beigabeninventars in originaler Fundlage erlauben in vielen Fällen Rückschlüsse auf die ehemalige Grabausstattung. Die große Zahl reich ausgestatteter Gräber und die lange Belegungszeit des Gräberfeldes finden andernorts in Ägypten keine Parallelen.
 

Die Studie dokumentiert die bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo geborgenen Keramikinventare und erarbeitet im Textteil mit fundkombinatorischen Methoden anhand dieser Funde die chronologischen Belegungsphasen des Gräberfeldes. Eine Untersuchung zu Anzahl und Qualität der Keramikbeigaben von Männer-, Frauen- und Kindergräbern erbrachte neue Ergebnisse im Hinblick auf eine soziale Ungleichheit der Bevölkerung bereits während der frühesten Naqadakultur und wirft z.B. durch außergewöhnliche, mit Szenen der Jagd- und Gefangenendarstellungen bemalte Gefäße, die Elemente der späteren pharaonischen Ikonografie vorwegnehmen, neues Licht auf frühe Entwicklungen im Prozess der Staatsentstehung im Alten Ägypten. Vergleiche mit anderen Gräberfeldern der Naqadakultur in Oberägypten stellen den Friedhof U in einen überregionalen Rahmen. Im Katalogteil werden die Grabinventare beschrieben und mit Zeichnungen illustriert.

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J. Engemann, Abu Mina VI.  Die Keramikfunde von 1965 bis 1998, Archäologische Veröffentlichungen 111

Allseits bekannt sind die aus dem Pilgerheiligtum von Abū Mīnā stammenden und weit verbreiteten Menasampullen. Während die meist mit dem Bild des Ortsheiligen oder seinem Namen geschmückten Tonflaschen in der bisher veröffentlichten Literatur isoliert behandelt wurden, werden sie nun erstmalig in den Rahmen einer Übersicht über alle Formen der im spätesten 5. Jh. einsetzenden lokalen Keramikproduktion Abū Mīnās gestellt. Die dabei festgestellten Gemeinsamkeiten in der Reaktion auf die kriegerischen Ereignisse im 7. Jh. und den Niedergang des Stadtlebens im 8. und 9. Jh. unterstreichen die Notwendigkeit einer solchen umfassenden Übersichtsdarstellung.

Über die Behandlung der lokalen Produktion hinaus stellt der Band eine Gesamtpublikation in viel weiterem Umfang dar. Neben dem Material aus den Töpferöfen von Abū Mīnā werden die in den Ausgrabungen geborgenen Funde von Importkeramik behandelt. Bereits in den späthellenistisch-frührömischen Siedlungen am Ort der späteren Menasstadt gab es Importe aus anderen Gebieten Ägyptens sowie der im ganzen Mittelmeerraum weit verbreiteten ausländischen Keramiktypen. Auch nach der Gründung der christlichen Pilgerstadt in der ersten Hälfte des 5. Jh. gab es ein vergleichbares Nebeneinander unterschiedlicher Importe. Obwohl das Übergewicht bei Keramik aus anderen Gebieten Ägyptens lag, war die ausländische Einfuhr beträchtlich. Die ausführlichen Kataloge zu den verschiedenen Keramikgattungen sind daher nicht nur für Arbeiten an ägyptischen Grabungsplätzen von großem Interesse.

Besondere Aufmerksamkeit finden die Funde von glasierter Keramik, vor allem der sogenannten „Fayyumi"-Keramik, von denen bisher nur wenige Einzelbeispiele veröffentlicht wurden.

Interessenten: Ägyptologen, Theologen, Archäologen, Byzantinisten, Koptologen


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Redaktion Abteilung Kairo
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Ägypten