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Archäologische Veröffentlichungen

Um die Arbeiten des DAI Kairo entsprechend aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden 1970 die Archäologischen Veröffentlichungen begründet, die den Schwerpunkt auf die Veröffentlichung rein archäologischer Arbeiten aus den eigenen Grabungen setzen. Die bisher in unregelmäßigen Abständen erschienenen mehr als 80 Bände bieten einen detaillierten Einblick in Einzelaspekte sowie Überblicke über die Grabungen der Abteilung.

Verlag

Seit 2007:
Harrassowitz Verlag
Kreuzberger Ring 7b-d
D-65205 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 530-0
www.harrassowitz-verlag.de
 
Bis 2006:
Verlag Philipp von Zabern GmbH
Riedeselstraße 57
D-64283 Darmstadt
+49 (0)6151 3308-350

Verantwortliche Redaktion/Herausgeber

Abteilung Kairo
redaktion.kairo@dainst.de

Richtlinien für Autorinnen und Autoren

Manuskripte können in deutscher, englischer und französischer Sprache eingereicht werden. Die Manuskripte müssen grundsätzlich abgeschlossen, vollständig und satzfertig sein.
Layoutvorgaben:
Seitenrand: 2,5 - 2 - 2,5 - 2,5 cm
Format: A4 Hochformat
KEIN Blocksatz, KEINE Silbentrennung, keine Querverweise, keine Kopf- oder Fußzeilen, keine Tab-Stops oder Tabulatoren, Hervorhebungen nur gesperrt, 1.5 pt
Formatierung: Times New Roman 12pt, doppelter Zeilenabstand, Fußnoten: Times New Roman 9 pt
 
 

Aktuelle Bände

Peter Kopp, Elephantine XXIV. Funde und Befunde aus der Umgebung des Satettempels

In den Jahren 2006 bis 2009 wurde auf der vor Assuan liegenden Nilinsel Elephantine der Bereich zwischen dem Tempel der Satet und dem Heiligtum des Heqaib vom Deutschen Archäologischen Institut untersucht. Eine Besonderheit dieses Grabungsareals ist, dass Funde aus dem direkten Tempelbereich bei einer größeren Umstrukturierung des Stadtviertels durch Planierungsarbeiten an diese Stelle gelangten. Dazu gehören Votive, die der Göttin Satet geweiht waren, wie Figurinen und Igelschiffe, aber auch Bauteile und Kultgeräte.

In Elephantine XXIV werden die Ergebnisse von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen in einem Band vorgestellt. Die Befunde im rückwärtigen Bereich des Satettempels zeigen die frühe Entwicklung der Siedlung von der 2. bis zur 6. Dynastie (2. Jahrtausend v. Chr.) in verschiedenen Phasen der Stadtbefestigung. Nach einer vorwiegend wirtschaftlichen Nutzung etablierte sich hier im späten Alten Reich ein gehobenes Wohnviertel. Die lokale, diachrone Entwicklung der ägyptischen Keramik in dieser Siedlung wird von der Naqadazeit bis in das Mittlere Reich beschrieben und für den hier gegrabenen Bereich tiefer analysiert. Die Befunde werden in einzelnen Kapiteln vorgestellt, zusätzlich werden die einzelnen Fundgruppen wie Kleinfunde, Siegelabrollungen und andere Schriftquellen, Tierreste, Importkeramik und Flint ausgewertet. Jedem Kapitel ist zudem ein Katalogteil angegliedert, in dem die zahlreichen illustrierten Objekte beschrieben und in ihrem archäologischen Kontext vorgestellt werden.

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Eva-Maria Engel, Umm el-Qaab VI. Das Grab des Qa‘a. Architektur und Inventar

Der letzte König der 1. Dynastie, Qa‘a, wurde gegen 2800 v. Chr. in Umm el-Qaab bestattet. Um die königliche Grabkammer herum waren in dem unterirdischen Lehmziegelgebäude, das als sein Grab diente, Räume für weitere Bestattungen und Magazine für Beigaben angelegt. Im Laufe der über 20jährigen Regierungszeit des Königs wurde dieses Grab mehrfach an geänderte Anforderungen angepasst und erweitert, wie die Nachuntersuchungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Kairo zeigen konnten. Es wurde deutlich, dass das Grab durch diese Veränderungen ein typologisches Bindeglied zwischen den Gräbern der 1. Dynastie in Abydos und der 2. Dynastie in Saqqara darstellt. Die Verteilung der Funde innerhalb des Grabes wiederum bildete das Konzept ab, das dem Verhältnis des Königs zu seiner Umwelt zugrunde lag: Beigaben und Personen in den Nebengräbern dienten als Abbild des Hofstaats allein der Versorgung des Königs im Jenseits.

Die Geschichte Umm el-Qaabs mit den bereits Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden Ausgrabungen Émile Amélineaus und William M. F. Petries und den damit verbundenen Umschichtungen des beweglichen Inventars der Gräber erforderte eine genaue Trennung des Fundmaterials in originäre Bestandteile der Grabausstattung und Beigaben einerseits sowie intrusive Objekte andererseits, um die datierende Funktion, die Funden aus Königsgräbern in der Regel zukommt, zu gewährleisten, so dass nun die Artefakte aus dem Grab des Qa'a an anderen Grabungsplätzen als Referenz für das Ende der 1. Dynastie herangezogen werden können.

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Fathi Afifi Badawi, Josefine Kuckertz, Friedrich W. Räsing, Sabine Bergander, Stefan Klug
Merimde-Benisalâme IV - Die Bestattungen
 
Von 1977 bis 1982 führte das Deutsche Archäologische Institut Kairo unter der Leitung von Josef Eiwanger Ausgrabungen in der über 7500 Jahre alten archäologischen Stätte Merimde-Benisalâme am Rand des westlichen Nildeltas durch. Nachdem in den Bänden Merimde-Benisalâme I (Die Funde der Urschicht, 1984), II (Die Funde der mittleren Merimdekultur, 1988) und III (Die Funde der jüngeren Merimdekultur, 1992) schon Ausgrabungsergebnisse und Funde von Josef Eiwanger veröffentlicht wurden, folgt nun in Merimde-Benisalâme IV die Bearbeitung der während der Ausgrabung aufgefundenen Bestattungen und menschlichen Skelettreste. Die insgesamt 158 Gräber der älteren, mittleren und jüngeren Merimde-Kultur, der Maadi-Kultur und der frühdynastischen Zeit sowie einige jüngere Gräber werden von F. A. Badawi und J. Kuckertz ausgewertet, F. W. Rösing, S. Bergander und S. Klug präsentieren die anthropologischen Ergebnisse aller Skelettfunde.
 
 

Rita Hartmann
Umm el-Qaab IV - Die Keramik der älteren und mittleren Naqadakultur aus dem präsynastischen Friedhof U in Abydos (Umm el-Qaab)

Unmittelbar nördlich der frühdynastischen Königsnekropole von Umm el-Qaab gelegen, umfasst der Friedhof U neben ziegelausgemauerten Gräbern der spätprädynastischen Zeit etwa 600 einfache, in den festen Wüstengrund eingetiefte Grubengräber der älteren und mittleren Naqadakultur (Naqada I und II, ca. 3900–3350 v.Chr.). Erhaltene Reste ihres Beigabeninventars in originaler Fundlage erlauben in vielen Fällen Rückschlüsse auf die ehemalige Grabausstattung. Die große Zahl reich ausgestatteter Gräber und die lange Belegungszeit des Gräberfeldes finden andernorts in Ägypten keine Parallelen.
 

Die Studie dokumentiert die bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo geborgenen Keramikinventare und erarbeitet im Textteil mit fundkombinatorischen Methoden anhand dieser Funde die chronologischen Belegungsphasen des Gräberfeldes. Eine Untersuchung zu Anzahl und Qualität der Keramikbeigaben von Männer-, Frauen- und Kindergräbern erbrachte neue Ergebnisse im Hinblick auf eine soziale Ungleichheit der Bevölkerung bereits während der frühesten Naqadakultur und wirft z.B. durch außergewöhnliche, mit Szenen der Jagd- und Gefangenendarstellungen bemalte Gefäße, die Elemente der späteren pharaonischen Ikonografie vorwegnehmen, neues Licht auf frühe Entwicklungen im Prozess der Staatsentstehung im Alten Ägypten. Vergleiche mit anderen Gräberfeldern der Naqadakultur in Oberägypten stellen den Friedhof U in einen überregionalen Rahmen. Im Katalogteil werden die Grabinventare beschrieben und mit Zeichnungen illustriert.

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