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Boğazköy-Ḫattuša. Ergebnisse der Ausgrabungen

Die hethitische Hauptstadt Boğazköy-Hattusa wird seit 1906 systematisch durch Ausgrabungen des Museums Istanbul und der Deutschen Orient-Gesellschaft erforscht. Das Deutsche Archäologische Institut beteiligt sich ab 1907 an den Arbeiten und leitet seit 1931 die Ausgrabungen der Palast- und Siedlungsanlagen, zahlreicher Tempelgebäude und anderer offizieller Bauwerke der komplexen Kulturstätte, deren früheste Spuren in die erste Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr. reichen. Die Reihe Boğazköy-Berichte ist die 2003 neu gegründete Fortsetzung der losen Reihe Boğazköy, die von 1935–1984 sechs Bände unter der Herausgeberschaft der Deutsche Orient-Gesellschaft hervorbrachte. Ziel ist die zügige und konzentrierte Publikation von Einzelstudien zu bestimmten Themen, Materialgruppen und übersichtlichen Grabungsabschnitten.

Verlage

Ab Band 24:
Walter de Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13
D-10785 Berlin / Germany
Tel: +49 30 260 05-0
Fax: +49 30 260 05-251
www.degruyter.com

Voherige Bände:
Verlag Philipp von Zabern GmbH
Riedeselstraße 57
D-64283 Darmstadt
Tel.: +49 (0)6151 3308-350
www.zabern.de

Verantwortliche Redaktion/Herausgeber

Redaktion
Zentrale
redaktion.zentrale@dainst.de

Herausgeber
im Auftrag der Zentrale Berlin herausgegeben von Peter Neve (†), ab Band 21 von Jürgen Seeher, ab Band 24 von Andreas Schachner

Aktuelle Bände

Band 27: Boğazköy-Ḫattuša. Ergebnisse der Ausgrabungen , 27, J. Seeher (Hrsg.) Büyükkaya II. Bauwerke und Befunde der Grabungskampagnen 1952-1955 und 1993-1998

Mit diesem zweiten Band der Büyükkaya-Veröffentlichungen werden die Bauwerke und Befunde aller seit 1952 durchgeführten Grabungen auf dem gleichnamigen Höhenrücken in der hethitischen Hauptstadt Ḫattuša vorgelegt. Diese Grabungen haben das Spektrum des Bekannten sowohl in chronologischer Hinsicht als auch von den Befunden her wesentlich erweitert: Auf Büyükkaya konnte mit einer kleinen chalkolithischen Siedlung aus der 1. Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr. die bislang älteste menschliche Ansiedlung im Norden Anatoliens untersucht werden.

In der Frühen Bronzezeit (21. Jh. v. Chr.) und in der Mittleren Bronzezeit (18. Jh. v. Chr.) lagen hier kleinere Ansiedlungen, und schon in der frühen althethitischen Zeit (17. Jh. v. Chr.) wurde auf der höchsten Stelle ein monumentales Bauwerk errichtet. Kurz darauf befestigten die Hethiter den Bergrücken mit einer Stadtmauer und nutzten ihn zu verschiedenen Zeiten vor allem für die Anlage von großen Erdspeichern für die Langzeitlagerung von Getreide. Wohl unmittelbar nach dem Zusammenbruch des Reiches und dem weitgehenden Abzug der Hethiter um 1200 v. Chr. entstand auf Büyükkaya eine kleine Ansiedlung der Frühen Eisenzeit. Diese in Zentralanatolien bislang unbekannte Epoche (›Dunkles Zeitalter‹) ist hier zum ersten Mal flächig untersucht worden, ebenso wie die darauf folgende erste Stufe der Mittleren Eisenzeit (10.–9. Jh. v. Chr.), in der der ganze Bergrücken flächendeckend besiedelt wurde. Erst am Beginn der zweiten Stufe der Mittleren Eisenzeit (Ende 9. Jh. v. Chr.) entstanden die Siedlungen in der Unterstadt und auf Büyükkale, die bisher ausschließlich das Bild der Eisenzeit in Boğazköy prägten. Zu dieser Zeit wurde Büyükkaya aufgegeben und danach nicht mehr besiedelt. Einige Bestattungen aus hellenistisch/römischer Zeit bilden die jüngsten Befunde auf dem Bergrücken.  

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Band 25: Boğazköy-Ḫattuša. Ergebnisse der Ausgrabungen , 25, A. Schachner  (Hrsg.), Ausgrabungen und Forschungen  in der westlichen Oberstadt von Ḫattuša II

Im Verlauf der Ausgrabungen in der Oberstadt von Ḫattuša wurde in einer zentralen topographischen Lage ein großes hethitisches Gebäude freigelegt. Dieses kann aufgrund der Textfunde mit großer Wahrscheinlichkeit als Residenz des Kommandanten der königlichen Leibgarde (GAL MEŠEDI) identifiziert werden. Die Vorlage aller Befunde und Funde in einem Band ermöglicht erstmals umfassende Einblicke in die sozialen Verhaltensweisen der Elite der hethitischen Gesellschaft. Dabei wird deutlich, wie festliche Zusammenkünfte und wahrscheinlich ritualisierter Konsum von Speisen und Getränken zur Schaffung und Festigung sozialer Beziehungen genutzt wurden. Von besonderer Bedeutung ist ein vollständig erhaltenes Gefäßensemble, das für diese Zusammenkünfte genutzt wurde.

Naturwissenschaftliche Datierungen und eine detaillierte Analyse der Keramik ermöglichen es, die Nutzungsgeschichte des Gebäudes nachzuzeichnen und in den größeren Zusammenhang der Oberstadt einzubinden. Neben den hethitischen Bauresten wurden durch die Grabungen auch weitere Einblicke in die mittelbyzantinische Besiedlung möglich. Diese ergänzen die bekannten Befunde und zeigen, daß das Dorf in dieser Zeit deutlich größer war, als bisher vermutet. Gleichzeitig offenbaren einzelne Funde überregionale Kontakte und die Existenz einer hierarchischen Sozialstruktur.

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