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Byzas

Publikation von Tagungen zur Archäologie und Kulturgeschichte Kleinasiens und angrenzender Gebiete von der Frühgeschichte bis in die Osmanische Zeit. Außerdem Monographien, die aktuelle fragestellungsorientierte Ansätze verfolgen.

Verlag

Ege Yayınları/Zero Prod. Ltd.
Katip Mustafa Celebi Mahallesi
Abdullah Sokak 17
TR-34433 Istanbul
Tel.: +90 (0)212 2447521
www.zerobooksonline.com/eng
 

Verantwortliche Redaktion/Herausgeber

Redaktion Istanbul
redaktion.istanbul@dainst.de

Aktueller Band

Band 23: A. Schachner (Hrsg.), Innovation versus Beharrung: Was macht den Unterschied des hethitischen Reichs im Anatolien des 2. Jahrtausends v. Chr.?
 
Als Jürgen Seeher 2014 nach 25 Jahren aus dem Dienst des Deutschen Archäologischen Instituts ausgeschieden ist, haben ihm die Abteilung Istanbul, Andreas Schachner als sein Nachfolger in der Leitung der Ausgrabungen in Boğazköy-Hattuscha sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen mit dem Workshop »Innovation vs. Beharrung« in Istanbul gefeiert und geehrt.

Der Band präsentiert die Ergebnisse dieser überaus ertragreichen Tagung, die sehr zum Verständnis der Entstehung des hethitischen Staates vor dem Hintergrund der spezifischen naturräumlichen und kulturellen Rahmenbedingungen in Anatolien während des 2. Jahrtausends v. Chr. beigetragen hat.

 

Die einzelnen Beiträge zu diesem Band stellen jeder für sich wichtige, teilweise völlig neue Erkenntnisse zur Entwicklung der hethitischen Kultur und besonders des frühen Reichs dar. Sie zeigen deutlich die tiefgreifenden Veränderungen im späten 17. und im Laufe des 16. Jhs. v. Chr. Durch die Verknüpfung geistes- und naturwissenschaftlicher Methoden wird deutlich, welch vielfältigen sozialen und technischen Innovationen die Grundlage für die komplexen Prozesse bei der Entstehung eines überregionalen, fast ganz Anatolien und weite Teile Nordsyriens umfassenden Staats bildeten. Nicht singuläre  Entwicklungen oder Ereignisse ermöglichten im 17. und 16. Jh. v. Chr. den Aufbau eines Großreichs, sondern erst die Bündelung verschiedener, sozialer wie technologischer Innovationen führen auf der Basis der vorhergehenden Periode und vor dem Hintergrund vergleichsweise günstiger klimatischer Umstände dazu, ein »normales« anatolisches Fürstentum ‒ Hattuša ‒ im Laufe des 17. und vor allem 16. Jahrhunderts v. Chr. zu einem Großreich weiterzuentwickeln. Es wird deutlich, wie es durch die Integration der auf eine begrenzte Region ausgerichteten Subsistenzwirtschaft in einen durch die Verwendung der Schrift kontrollierten Staat gelingt, die aufgrund der kleinteilig strukturierten Geographie Anatoliens heterogene Kulturlandschaft zugunsten eines überregionalen und zumindest in Ansätzen zentralisierten Staates zu überwinden.


Contact

Redaktion Abteilung Istanbul
Inönü Caddesi 10
34437 Istanbul
 
+90 (0)212 39376-00