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angle-left Pergamenische Forschungen

Die hellenistisch-römische Stadt und Königsresidenz Pergamon ist seit 120 Jahren eine der größten Grabungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Während die Ausgrabung 1878 mit dem Ziel begonnen wurde, die damals bekannt gewordenen Reliefs des Pergamon-Altars zu bergen, steht schon seit über 100 Jahren die systematische Erforschung des gesamten antiken Stadtorganismus im Vordergrund.
In der Reihe "Pergamenische Forschungen" werden vor allem Untersuchungen zu einzelnen Fundgattungen publiziert, aber auch Architekturkomplexe umfassend dargelegt. Diese Reihe bietet die Möglichkeit, detailreiche Forschungen und komplexe Grabungsergebnisse aus Pergamon ausführlich zu präsentieren.

Verlag

Ab Band 18:
Harrassowitz Verlag
Kreuzberger Ring 7b-d
D-
65205 Wiesbaden-Erbenheim
Tel.: +49 (0)611 530 905
www.harrassowitz-verlag.de

Bände 15-16:
Verlag Philipp von Zabern GmbH
Riedeselstraße 57
D-64283 Darmstadt
Tel.: +49 (0)6151 3308-350
www.zabern.de

Bände 1-14, sowie Band 17:
Walter de Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13
D-10785 Berlin
Tel.: +49 (0)30 26005-0
www.degruyter.com

Redaktion

Herausgeber

im Auftrag der Zentrale Berlin herausgegeben von Felix Pirson und Wolfgang Radt

Aktuelle Bände

Band 19: E. Laufer, Architektur unter den Attaliden. Pergamon und die Städte zwischen herrscherlichem Bauengagement und Lokaltradition

Unter der Dynastie der Attaliden wurde Pergamon zum vielseitigsten, dynamischsten und international bestens vernetzten Zentrum des Architekturschaffens im hellenistischen Kleinasien. Über den Ausbau ihrer Residenzstadt hinaus nahmen die Herrscher als Stadtgründer, Bauherren oder Finanziers Einfluß auf das Baugeschehen in Städten und Heiligtümern der Provinz des Reiches, seiner Peripherie und des griechischen Mutterlandes.

Die bemerkenswerte Architektur Peregamons wird in unterschiedlichen Facetten seit langem diskutiert. Bislang fehlte aber eine Synthese, die zum einen Parameter und Radius der

herrscherlichen Aktivitäten thematisiert und zum anderen generell nach Spielarten und Intensität möglicher Brechungen pergamenischer Architektur auf regionaler und lokaler Ebene fragt; so legt etwa das Befundbild aus der Region um Pergamon nahe, daß typische Bauideen, -techniken und -dekorformen auch jenseits attalidischer Bauprojekte Verbreitung fanden. Die vorliegende Untersuchung schließt diese Lücke, indem sie urbanistische Wesenszüge, Bautypen und Baudekorformen aus Pergamon in ein weiteres Vergleichsumfeld einordnet und dabei versucht, sie nach regionalen oder lokalen Kontexten, politischen Konstellationen bzw. Interessendispositionen sowie Transferwegen und -modi von Architektur zu differenzieren. Sowohl für den Einzelfall als auch für das Gesamtbild stellt sich die Kernfrage, wie weit mit Blick auf die überregionale hellenistische Architektur-koine von hinreichend spezifisch pergamenischen Charaktersitka die Rede sein kann und in welchem Maß vor dem Hintergrund der strukturellen Gegebenheiten im Attalidenreich und der regionalen Bautradition überhaupt Bedarf, Wille und Raum zur Adaption pergamenischer Architekturideen aufkommen konnte.

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Band 18: G. de Luca, Hellenistische Reliefbecher aus Pergamon. Die ›Megarischen Becher‹ von der Akropolis, aus dem Asklepieion, der Stadtgrabung und von weiteren FundortenSeit Beginn der Ausgrabungen in Pergamon im späten 19. Jh. wurden mehr als 5000 Fragmente hellenistischer Reliefbecher ans Tageslicht gefördert. Ihre Herstellung in einem der bedeutendsten Kunstzentren dieser Zeit äußert sich eindrucksvoll in der Qualität und Vielfalt ihrer Dekoration und einem reichen Motivspektrum, die im Mittelpunkt dieses Werkes stehen. Mehr als 1000 ausgewählte Fundstücke aus sakralen, öffentlichen und profanen Kontexten, darunter zahlreiche Formschüsseln, veranschaulichen das Repertoire der zahllosen figürlichen, pflanzlichen und ornamentalen Motive des Reliefschmucks und seine dekorativen Schemata:

Götter-, Menschen- und Tierdarstellungen in umlaufenden Friesen, verschiedenartige Blatt- und Blütenmotive in üppigen Blattkelchen, Rankenfriese und ornamentale Bordüren in den Randzonen sowie über die gesamte Gefäßwand ausgebreitete Muster aus Blattschuppen, Blattzungen und Kreissegmentbögen. Jedes einzelne Motiv wird ausführlich besprochen und hinsichtlich seiner Kombinationen mit Begleitmotiven analysiert, wodurch sich ein dichtes Netz der zu den lokalen Werkstätten gehörigen Stempel knüpfen lässt. Ebenso von Interesse sind die Beziehungen verschiedener Motive zu Werken anderer Kunstgattungen wie der Architektur- und Großplastik und ihre Verankerung in der pergamenischen Lebenswelt. Ergänzend zur ausführlichen Besprechung der Dekoration werden einleitend auch die mit den Reliefbechern verknüpften chronologischen, typologischen und technischen Aspekte erörtert. Ergänzende Kapitel widmen sich den Beziehungen der Becher zu anderen Gattungen verzierter Keramik und beleuchten das Verhältnis der pergamenischen Produktion zu derjenigen anderer Zentren. Eine Vorstellung von mehr als 100 in Pergamon gefundener Becher fremder Produktion, u. a. aus Athen, Ephesos und dem pontischen Gebiet, rundet den Band ab.

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