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angle-left Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts Rom

Seit 1973 werden in der monographischen Reihe "Sonderschriften des DAI Rom" archäologische und bauhistorische Forschungsprojekte vornehmlich des DAI Rom in einem qualitätvollen Rahmen publiziert. Durch das großzügige Format dient es in erster Linie für die Veröffentlichung von Architektur mit anspruchsvollen Bauaufnahmen.

Verlag

Reichert Verlag
Tauernstraße 11
D-65199 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 461851
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Abteilung Rom
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Aktuelle Bände

Band 23: H. Manderscheid, »NIL MAGIS MIRANDUM IN TOTO ORBE TERRARUM«. Wasserbewirtschaftung, Hydrotechnik und Wasserarchitektur von Minturnae, MINTURNAE I, Sonderschriften 23 (Wiesbaden 2020)

Der erste Band der von Henner von Hesberg ins Leben gerufenen Reihe ›Minturnae‹ behandelt einen fundamentalen Aspekt antiken Lebens in einer mittelitalischen Kleinstadt von der Republik bis in die Spätantike: die Wasserbewirtschaftung und die Wasserarchitektur. Diese schließen alle Gesichtspunkte ein, von der Versorgung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Die Interdisziplinarität des internationalen Teams unter Beteiligung von Bauforschung, Vermessungswesen, Epigraphik, Althistorie, Naturwissenschaften sowie Speleoarchäologie stellt sicher, daß die vielen Facetten der Thematik nicht nur die rein archäologische Seite zum Gegenstand haben, sondern in einen umfangreicheren Rahmen gestellt werden.

Die Wasserversorgung erfolgte durch eine Fernleitung. Am Stadtrand ist ein Verteilerbauwerk erhalten, von dem aus die diversen Bezirke ihr Wasser erhielten. Ein sonst nur in der Vesuvregion nachgewiesenes innerstädtisches Distributionssystem wird durch den Wasserturm am decumanus repräsentiert. Die Wassernutzung betrifft sowohl öffentliche Bauten (Thermen, Laufbrunnen, Nymphäen, Theater, Amphitheater, macellum, Latrinen etc.) als auch den privaten Sektor der domus mit ihren verschiedenen Abnehmern. Die Wasserentsorgung umfaßt alle Aspekte von der Ableitung von Schmutz- und Regenwasser aus den einzelnen Bauten über die Straßenkanalisation bis hin zur Einleitung in den Liris.

Das nur zu ca. einem Sechstel seiner Fläche ausgegrabene Minturnae birgt ohne Zweifel im Boden weitere themenrelevante Komponenten. In Analogie insbesondere zu den Vesuvstädten und Ostia können dazu Aussagen gemacht werden, etwa über weitere öffentliche Bäder, Nymphäen, Latrinen sowie domus, inklusive des Stadtviertels auf der anderen Flußseite.

Der Bau der Fernleitung hat in Minturnae – wie anderenorts – nach und nach zu einem regelrechten Boom von Wasserarchitektur geführt; denn Fließwasser macht manche Einrichtungen überhaupt erst möglich. Diese dienen ebenso der ›Stadtverschönerung‹ und sind Ausdruck einer lange andauernden Phase des Wohlstandes. Die Anlagen der Wasserarchitektur mit ihrem hohen technischen Standard haben auf diese Weise nicht zuletzt zu einem gesteigerten Lebensgefühl beigetragen.

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ISBN 978-3-447-11361-8

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Band 24: Silvia Aglietti – Alexandra W. Busch (Hrsg.), AGER ALBANVS. Von republikanischer Zeit zur Kaiservilla – Dall‘età repubblicana alla villa imperiale, ALBANVM I, Sonderschriften 24 (Wiesbaden 2020)

Der Ort Albano Laziale durchlebte von republikanischer Zeit bis in die Spätantike einen einzigartigen Wandel: in einer republikanischen Villenlandschaft wurde Ende des 1. Jhs. n. Chr. eine Kaiservilla angelegt. Ein gutes Jahrhundert später wurde auf dem Areal das einzige dauerhafte Legionslager auf italischem Boden errichtet. Im unmittelbaren Umfeld des Lagers entstand eine Siedlung, die in der Spätantike zum Bischofssitz erhoben wurde. Während die Errichtung des Lagers für die legio II Parthica vor den Toren der Hauptstadt eine entscheidende Zäsur in der Geschichte Roms darstellt, bestimmen dessen Aufgabe und die Erhebung zum Bischofssitz die Siedlungsentwicklung des Ortes bis in die Gegenwart. Das Albano-Projekt untersucht die Siedlungsgenese von republikanischer Zeit bis ins Frühmittelalter. Der vorliegende erste Band fokussiert auf die vorlagerzeitlichen Siedlungsphasen.

L’attuale territorio di Albano Laziale subì un cambiamento drastico nel I sec. d. C., quando il paesaggio dominato da villae private fu trasformato dalla costruzione di una villa imperiale. Poco più di un secolo dopo, in un settore periferico della residenza, fu edificato l‘unico accampamento permanente per una legione sul suolo italico. Un centro civile sorse nelle immediate vicinanze dell’istallazione militare, nella tarda antichità elevato a sede vescovile. La presenza del campo della legio II Parthica alle porte della capitale rappresentò una svolta decisiva nella storia di Roma, mentre la successiva trasformazione in Diocesi determinò lo sviluppo topografico del luogo fino ai giorni nostri. Il »progetto Albano« esamina la genesi dell‘insediamento dall‘età repubblicana al primo medioevo. Questo volume si concentra sulle fasi precedenti alla costruzione dei castra Albana.

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ISBN 978-3-447-11439-4

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Band 25: Michael Heinzelmann u. a., FORMA URBIS OSTIAE. Untersuchungen zur Entwicklung der Hafenstadt Roms von der Zeit der Republik bis ins frühe Mittelalter, OSTIA I, Sonderschriften 25 (Wiesbaden 2020)

Von 1996 bis 2001 führte das Deutsche Archäologische Institut Rom in Kooperation mit der American Academy in Rome und mit Unterstützung der Soprintendenza Archeologica di Ostia ein interdisziplinäres Feldforschungsprojekt in den noch nicht ausgegrabenen Bereichen der Hafenstadt Roms durch. Ziel war es, mithilfe einer Kombination von nicht-invasiven Untersuchungsmethoden (Luftbildanalyse, geophysikalische Prospektionen) und gezielten stratigraphischen Ausgrabungen neue Erkenntnisse zur städtebaulichen Gesamtstruktur Ostias und seiner langfristigen Entwicklung von der Gründung im 4.Jh. v.Chr. bis zur Aufgabe im frühen Mittelalter zu gewinnen. Ergänzend wurden umfangreiche Materialanalysen sowie zwischen 2012 und 2016 gezielte geoarchäologische Untersuchungen in einem neu entdeckten Lagunenhafen im Westen des Stadtgebietes und entlang des antiken Tiberverlaufs durchgeführt. Im vorliegenden ersten Band der Projektpublikation werden die Ergebnisse und die Dokumentation der stratigraphischen Ausgrabungen in den Regionen III, IV und V vorgelegt. Sie verfolgten unterschiedliche Fragestellungen. Einen Schwerpunkt bildete die Untersuchung von Straßen, der Stadtmauer und ausgewählter Wohngebäude (Domus, Insulae, suburbane Villa) und Wirtschaftsbauten (Tabernae, Horrea), die jeweils in ihrer langfristigen Entwicklung betrachtet wurden. Ferner konzentrierten sich die Arbeiten auf die neu entdeckte konstantinische Bischofskirche mit verschiedenen Vorgängerbauten sowie auf das Hafenbecken im Westen, das von einem monumentalen Tempel-Navalia-Komplex flankiert wurde. Die zahlreich gewonnenen Einzelerkenntnisse liefern in der Gesamtschau wichtige Hinweise für eine Neubewertung der städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung Ostias, die – verbunden mit den Ergebnissen der Luftbildanalysen und geophysikalischen Prospektionen – im zweiten Band diskutiert werden soll.

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ISBN 978-3-11-046739-0

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