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angle-left Vestigia. Beiträge zur Alten Geschichte

In der Reihe "Vestigia" werden Monographien aus dem gesamten Gebiet der Alten Geschichte, einschließlich Epigraphik, Numismatik, Papyrologie und historische Topographie, publiziert. Über die Annahme von Manuskripten entscheidet im Rahmen eines Begutachtungsverfahrens der wissenschaftliche Beirat der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik zweimal im Jahr. Manuskripte können bis zum 30. Juni bzw. bis zum 15. Dezember in elektronischer Form bei der Redaktion eingereicht werden (redaktion.vestigia@dainst.de). Zusätzlich wird um Zusendung eines ausgedruckten Exemplars gebeten.

Verlag

Verlag C. H. Beck oHG
Wilhelmstraße 9
80801 München
Tel. +49 (0)89 38189-0
www.chbeck.de

Herausgeber

  • Christof Schuler
  • Rudolf Haensch
  • Isabelle Mossong

Beirat

  • Bruno Bleckmann
  • Peter Eich
  • Pierre Fröhlich
  • Andrea Jördens
  • Anne Kolb
  • Karen Radner
  • Sebastian Schmidt-Hofner
  • Hans-Ulrich Wiemer
  • Johannes Wienand

Aktuelle Bände

Band 74: S. Ruprecht, Unter Freunden. Nähe und Distanz in sozialen Netzwerken der Spätantike (München 2021).

Zum Autor

Seraina Ruprecht hat Geschichte und Griechische Philologie an den Universitäten Basel, Bern und St Andrews studiert. Sie wurde 2019 an der Universität Bern promoviert. 2020/21 war sie Early Postdoc.Mobility-Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds und Rokos Postdoctoral Research Associate am Queens’ College in Cambridge. Seit August 2021 ist sie Assistenzdozentin für Antike Kulturen und Antikekonstruktionen an der Universität Bern.

Schlagwörter

Freundschaft, soziale Netzwerke, Spätantike, Römisches Reich, Christianisierung

 

Zum Buch

Freundschaftsbeziehungen waren im Römischen Reich der Spätantike von herausragender Bedeutung. Sie verbanden die sozialen, politischen und religiösen Eliten miteinander und integrierten sie in komplexe Netzwerke. Diese Studie untersucht zum ersten Mal systematisch und vergleichend Freundschaftskonzeptionen und -praktiken im paganen wie im christlichen Milieu des 4. Jahrhunderts n. Chr. Dabei liegt der Fokus auf dem griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum. Zum einen werden unter Rückgriff auf begriffsgeschichtliche Methoden die Normen und Konventionen analysiert, die mit Freundschaft (philia) als Beziehungsform verbunden waren. Zum anderen wird nach der Sichtbarkeit und Performanz von Freundschaft gefragt. Hierzu werden verschiedene Formen symbolischer Kommunikation unter Freunden rekonstruiert, durch die unterschiedliche Grade von Nähe und Distanz ausgedrückt werden konnten. Das Augenmerk richtet sich sowohl auf Interaktionsformen von Freunden, die sich am selben Ort aufhielten, als auch auf Beziehungen, die über Briefe geführt wurden. Indem pagane und christliche Kontexte gleichermaßen Gegenstand der Betrachtung sind, kann der Einfluss der zunehmenden Christianisierung auf die Bildung von sozial und politisch wirksamen Netzwerken bestimmt werden.

Inhaltsverzeichnis

Abstracts (deutsch und englisch)

Band 73: M. Dana, Die griechische Privatkorrespondenz auf Blei und Scherben. Epigraphisches Corpus und historischer Kommentar (München 2021).
zum Buch: Ausgangspunkt dieses Buches, das sich mit der privaten Korrespondenz in der Antike befasst, ist eine spezifische Quellengattung, nämlich die griechischen Briefe auf Blei und Scherben, die unter philologischen, epigraphischen und historischen Gesichtspunkten ausgewertet werden. Die Studie umfasst sowohl den westlichen Mittelmeerraum um den Golf von Lion, der von der Präsenz der Phoker geprägt ist, das Nordufer des Schwarzen Meeres mit seinen milesischen Stadtgründungen, beides Gebiete, die durch die Handlungen der Ionier und die Kontakte mit der lokalen Bevölkerung geprägt sind, aber auch das "Zentrum", namentlich Athen.

Das Corpus, das für jeden Brief eine kritische Edition und einen ausführlichen Kommentar bietet, wird von einer historischen Synthese begleitet, in der die verschiedenen Umstände erläutert werden, die sowohl das Schreiben und das Versenden von Nachrichten zwischen Einzelpersonen oder familiären Gruppen, als auch die Popularität und die Verbreitung der Praxis ­– insbesondere auf spezifischen Materialien, deren Verwendung in diesen Lebensräumen und in diesen Regionen von gewisser Bedeutung ist – bestimmten. Das Buch fragt nach der literacy von Kaufleuten und wie das Beherrschen der Schrift die Interaktion zwischen verschiedenen sozialen oder ethnischen Gruppen bestimmte und prägte. Die Überkreuzung von sehr unterschiedlichen Quellen, zunächst epigraphischer, aber auch archäologischer und literarischer Natur, hat es ermöglicht, eine von einem Ende des Mittelmeers zum anderen reichende Dynamik des Austauschs herauszuarbeiten, die über die einfache Zentrum-Peripherie-Logik hinausgeht und die Ausdehnung der Netzwerke, die Einzelpersonen und Gemeinschaften miteinander verbanden, hervorhebt. Diese Untersuchung will zum besseren Verständnis der Verbreitung und Auswirkung von Schreibpraktiken in geographisch entfernten, aber kulturell miteinander verbundenen Sphären beitragen.

Schlagworte: Korrespondenz, Blei, Epigraphik, Handel, Kontakte

Zum Autor: Madalina Dana ist Professorin für griechische Geschichte an der Universität Jean Moulin Lyon 3. In ihren Forschungen befasst sie sich mit dem kulturellen Leben und hier insbesondere mit den Themengebieten Mobilität und Austausch. So hat sie ein Buch über kulturelle Netzwerke zwischen dem Schwarzmeergebiet und der Mittelmeerwelt sowie mehrere Aufsätze zu literacy und epigraphischen Praktiken, privater Korrespondenz, der Mobilität von Wissensfachleuten und zur Lokalgeschichte veröffentlicht.

Inhaltsverzeichnis

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Redaktion Vestigia, Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik
Amalienstraße 73b
80799 München
 
+49 (0)89 28 67 67-60

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