Young European Ambassador trifft Nachwuchswissenschaftler:innen der RGK
Am 23. April empfing die Römisch-Germanische Kommission (RGK) des Deutschen Archäologischen Instituts den Young European Ambassador Stefan Atanasovski Trajkovic, Mitglied im Youth for Enlargement Network of DG ENEST und dem UN Youth Advisory Board of North Macedonia. Als Gewinner des NAVIGATOR 2.0, einem Menschenrechtsspiel, das von der EU-Delegation 2025 in Nordmazedonien ausgerichtet wurde, lud die deutsche Botschaft in Skopje ihn nach Frankfurt ein, wo er verschiedene Institutionen, darunter die in Skopje forschende RGK, besuchen konnte.

Lukas Werther (DAI RGK) und Stefan Atanasovski Trajkovic. Foto: Oliver Wagner, DAI RGK. © DAI + RGK// O. Wagner
Als Mitglied im UN Youth Advisory Board engagiert sich Stefan bereits seit Jahren für Klimaschutz und -gerechtigkeit, Demokratieförderung und Korruptionsbekämpfung, Kinder- und Jugendrechte sowie digitale Transformation. Im Hinblick auf die thematische Ausrichtung seines Studiums an der Ss. Cyril and Methodius University in Skopje stand sein Besuch an der RGK unter dem Motto der Bedeutung von Archäologie im internationalen und interkulturellen Austausch.

Die Beteiligten des Treffens. Foto: Oliver Wagner, DAI RGK. © DAI + RGK// O. Wagner

Austausch bei Kaffee und Kuchen im Garten der RGK. V. l. n. r. Stefan Atanasovski Trajkovic, dann Nils Leppin, Julienne N. Schrauder, Gabriela E. Thummerer, Maya Lerner und Lukas Werther (alle DAI RGK). Foto: Oliver Wagner, DAI RGK. © DAI + RGK// O. Wagner
Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Direktor der RGK, Lukas Werther, fand ein Treffen mit den Nachwuchswissenschaftler:innen der RGK statt, die u. a. über ihre Arbeitsbereiche in der Prospektions- und Grabungsmethodik (Nils Leppin), im Forschungsdatenmanagement (Maya Lerner) und der Redaktion (Gabriela E. Thummerer und Julienne N. Schrauder) berichteten und im Anschluss durch das Haus führten, darunter etwa die Bibliothek oder auch Teile des Bohrkernarchivs.

Nils Leppin (DAI RGK, rechts), zeigt Stefan Atanasovski Trajkovic (links) Teile des Bohrkernarchivs des DAI. Foto: Julienne N. Schrauder, DAI RGK. © DAI + RGK// J. N. Schrauder
Intensiv wurde auch das 2025 begonnene Projekt „Scupi. Transformationsprozesse einer Stadt und ihres Umlandes“ besprochen, einer Kooperation der RGK mit dem Museum der Stadt Skopje und dem Ministerium für Kultur und Tourismus von Nordmazedonien. Im Rahmen dieses Projektes wird das römisch-antike bis mittelalterliche Scupi, die Vorgängersiedlung des heutigen Skopje, auf verschiedene Transformationsprozesse untersucht, etwa zu Fragen von Infrastruktur und Ökologie. Durch Summer Schools und Einbindung in die Grabung sollen außerdem Perspektiven für den archäologischen Nachwuchs vor Ort in Skopje geschaffen werden. Die Zeit hierfür ist denkbar günstig, da Skopje Europäische Kulturhauptstadt 2028 ist. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der internationalen Vernetzung und des Austauschs an der RGK diskutiert, etwa durch die Vergabe von Forschungsstipendien oder Forschungsaufenthalte internationaler Wissenschaftler:innen. Als wichtiger Teil der Science Diplomacy tragen diese Netzwerke zu Wissens- und Wissenschaftsfreiheit, Demokratie und Demokratiebewusstsein in Europa bei.
Im Rahmen des Treffens führte Stefan ein Interview mit Lukas Werther durch, welches auf seinem Instagram-Kanal veröffentlicht werden soll.
Die RGK dankt Stefan Atanasovski Trajkovic für den Austausch und sein Interesse an unserer Arbeit ganz herzlich!
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