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02.07.2018 Madinat al-Zahra wird UNESCO-Weltkulturerbe

Forschungen des DAI Madrid unterstreichen die Bedeutung der Kalifenstadt

Auf seiner diesjährigen Sitzung in Bahrain hat das Welterbekomitee der UNESCO die Kalifenstadt Madinat al-Zahra bei Córdoba (Spanien) in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Madinat al Zahra ist einer der bedeutendsten archäologischen Fundorte der islamischen Kultur im westlichen Mittelmeerraum und wird seit 2017 vom DAI Madrid neu erforscht wird.

Im Jahr 936 n. Chr. von Abd al-Rahman III. als Hauptstadt des westumayadischen Kalifats gegründet, wurde Madinat al-Zahra zu einem Zentrum der islamischen Kultur, mit Strahlkraft nach Westeuropa und Nordafrika. Nach nur 80 Jahren verlassen, sind die Überreste der Kalifenstadt noch heute bemerkenswert gut erhalten. Zwischen 1911 und 1975 wurde der zentrale Palastbereich der Stadt durch Ricardo Velázquez Bosco, Félix Hernández und andere freigelegt. Weitere Areale der Stadt blieben aber bislang unerforscht.
Seit 2017 führt die Abteilung Madrid des Deutschen Archäologischen Instituts gemeinsam mit der Junta de Andalucía und der Universidad Autónoma de Madrid unter der Leitung von Felix Arnold, Alberto Montejo und Alberto Canto an dem Fundort Grabungen durch. Ziel des auf fünf Jahre angelegten Projektes ist die Erforschung des größten öffentlichen Platzes der Stadtanlage, vor dem Haupttor des Kalifenpalastes. Die Untersuchung der Palastfassade in seiner historischen Entwicklung und der Gestaltung des angrenzenden Platzes liefert neue Einblicke in die wechselhafte Beziehung zwischen Herrscher und Volk im Kalifat. Das Projekt ist zudem Plattform für Unternehmungen weiterer Institutionen aus Spanien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Japan.

 

Mit der Einschreibung des Fundplatzes in die Liste des Weltkulturerbes würdigt die UNESCO Madinat al-Zahra „als einzigartiges Denkmal der vergangenen islamischen Kultur auf der Iberischen Halbinsel und als einmaliges Beispiel ihrer Blütezeit vor einem Jahrtausend."

Weltkulturerbe Göbekli Tepe

Auch der neolithische Fundplatz am Göbekli Tepe (Türkei) aus dem 9.000 Jahrtausend v. Chr. wurde auf der 42. Sitzung in Bahrain in die Welterbeliste aufgenommen. Seit 1995 forscht das DAI dort in Kooperation mit dem Museum in Urfa und konnte zahlreiche spektakuläre Funde und Ergebnisse erzielen, die einen Grundstein für die Wahl zur UNESCO-Weltkulturerbestätte gelegt haben.

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Serrano 159
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