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angle-left 23.07.2015 Landschaftsarchäologische Forschungen der RGK in Schottland

Untersuchungen in Burnswark und Ladyward, Dumfriesshire in Zusammenarbeit mit dem Projekt ArchaeoLandscapes Europe und John Reid (Trimontium Trust)

Die RGK führte vom 1. bis 7.7. im Rahmen eines Pilotprojektes an zwei Fundstellen in Südschottland landschaftsarchäologische Untersuchungen durch. Diese dienen als Vorbereitung für ein größeres Forschungsvorhaben, das sich dem Mit-, Neben- und Gegeneinander von einheimischer Bevölkerung und römischen Eroberern u.a. in Schottland zwischen Hadrians- und Antoninischem Wall widmen wird.

Dabei wurden in Ladyward in der Nähe von Lockerbie, durch eine magnetische Prospektion, die vermutlich verbrannten Innenstrukturen eines aus dem Luftbild bekannten römischen Lagers erfasst. Vor Ort durchgeführte Bohrungen sollen den genauen Charakter der gemessenen Befunde klären helfen.

Die Fundstelle von Burnswark bei Ecclefechan ist vor allem wegen ihrer eisenzeitlichen Höhenbefestigung und der zu ihren Füßen liegenden beiden römischen Lager bekannt, deren Charakter (Belagerung oder Trainingslager) Gegenstand noch andauernder Diskussionen ist. Hier wurde die Osthälfte des Südlagers mit dem in der Nordostecke liegenden sogenannten Fortlet magnetisch vermessen. Dabei konnte geklärt werden, dass das Südlager keine Spuren einer durchgehenden, permanenten Bebauung aufweist. Zusätzliche Bohrungen zur Gewinnung von Bodenproben werden in Frankfurt weiter untersucht, um zu klären, ob ein erhöhter Phosphateintrag auf eine längere Nutzung deuten könnte. Ferner hat eine Testmessung auf dem westlichen Gipfelplateau ergeben, dass auch dort großflächigere magnetische Surveys Aussicht auf Erfolg haben.

In Kooperation mit dem Museum in Dumfries/Dumfriesshire werden in den nächsten Wochen acht römische Schleuderbleie untersucht, die bei Ausgrabungen in den 1960er Jahren in Burnswark gefundenen wurden. Mit Hilfe zerstörungsfreier XRFA-Analysen soll geklärt werden, ob die zwei Typen von Schleuderbleien unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen - ein Hinweis auf verschiedene Herkunftsorte. Bislang wurde die eichelförmige Variante überwiegend in Schottland vorgefunden.

Die Untersuchungen sollen auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

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