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Die Datenwelt des DAI ist in den Schichten "data, standards, analysis" von unten nach oben organisiert. Die Datengrundlage wird in Informationssystemen organisiert, in der mittleren Schicht durch Standardisierung geordnet und auf der oberen Schicht durch Analysesysteme ausgewertet.

Auf der "data"-Schicht sind Informationssysteme angesiedelt, die die wesentlichen Datenentstehungsgebiete in den Archäologien und Altertumswissenschaften betreffen. Im Zentrum stehen die Objekte und Grabungen als zentrale Quellen, darum herum gruppieren sich Sekundärquellen wie Archive, Fotografien, Bibliotheken mit Sekundärliteratur sowie eine Publikationsplattform für neue Literatur in ihren digitalen Versionen. Diese Datenschicht gehört in ihrer wissenschaftsgeschichtlichen Tiefe wie auch in ihrer disziplinären Breite zu den großen Reichtümern des DAI und ist von internationaler Bedeutung.

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iDAI.field

iDAI.field ist ein modulares Dokumentationssystem für Feldforschungsprojekte. Es dürfte sich mit ca. 50 Projekten um die größte existierende Sammlung einheitlich modellierter Grabungsdaten handeln.

Seit 2006 wird am IT-Referat des DAI in Berlin ein modulares Datenbanksystem zur umfassenden Dokumentation von Feldforschungsprojekten entwickelt. Es wird bislang in ca. 50 DAI- und Universitäts-Projekten mit unterschiedlichen Fragen, Überlieferungssituationen und Arbeitsweisen eingesetzt und wird interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt werden.

Ermöglicht wurde diese Entwicklung durch eine enge finanzielle und personelle Kooperation mit dem CoDArchLab des Archäologischen Instituts der Universität Köln. Die langfristige Interoperabilität von iDAI.field mit den anderen Systemen der iDAI.welt war damit von Beginn an gewährleistet.

iDAI.field führt Daten aus unterschiedlichen Projekten mit unterschiedlichen Methoden (Grabung, Survey, Bauaufnahme, Restaurierung, Geophysik, naturwissenschaftliche Untersuchungen etc.) zusammen, d. h. es versucht die Feldforschung in ihrer gesamten Komplexität abzubilden. Zu diesem Ansatz gehört, dass auch alte analoge Grabungsunterlagen in die Dokumentation einer aktuellen Unternehmung integriert werden können.

Dadurch, dass bei der Entwicklung von iDAI.field von Anfang an unterschiedliche Feldforschungen beteiligt waren, sind Anforderungen und Wünsche sowohl von Großprojekten wie Pergamon oder Hattusa als auch von kleineren, befristeten Projekten eingeflossen. In diesem Sinne lebt die inhaltliche und technische Konzeption von den Rückmeldungen der derzeitigen InteressentInnen/Nutzenden aus verschiedenen DAI-Abteilungen (u. a. Pergamon, Taganrog, Hattusa, Kalapodi, Milet, Aizanoi, Marib, Munigua, Olympia, Selinunt, Istanbul) und den Forschergruppen innerhalb des Berliner Exzellenzclusters TOPOI.
 

Fragen, Anregungen und Kooperationsanfragen richten Sie bitte an: idai.field@dainst.de

 

Veröffentlichungen:

F. F. Schäfer – A. Schulze – F. Henze – Ph. Gerth – F. Schwarzbach, OpenInfRA. Storing and retrieving information in a heterogeneous documentation system, in: G. Earl E.A. (Hrsg.), Archaeology in the Digital Era. Papers from the 40th Annual Conference of Computer Applications and Quantitative Methods in Archaeology (CAA), Southampton, 26-29 March 2012, 2013, im Druck.

 

F. Henze – N. Magdalinski – F. Schwarzbach – A. Schulze – Ph. Gerth – F. F. Schäfer, Concepts and Technologies for a Comprehensive Information System for Historical Research and Heritage Documentation, Int. Arch. Photogramm. Remote Sens. Spatial Inf. Sci., XL-5/W2, 2013, 325-330.

 

F. F. Schäfer, iDAI.field – Ein modulares Dokumentationssystem für archäologische Feldforschungsprojekte, KuBa 1, 2011, 193–200.