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Forschung weltweit

Die Fragen der Archäologie und Altertumswissenschaften führen – auch – in die Vergangenheit. Technische Innovationen, die Entstehung und Veränderungen von Siedlungsräumen, politische Kontexte, heilige Orte, Alltag und Fest, Handel und Transportwege und schließlich menschliche Ursachen klimatischer Veränderungen und deren Auswirkungen sind zentrale Forschungsthemen. Sie werfen nicht nur Fragen über antike Kulturen auf, sondern reichen in langen Linien bis in die Gegenwart.

Dies gilt auch für einschneidende Veränderungen im Verlaufe der Menschheitsgeschichte: die Einführung von Ackerbau und Viehzucht, die Entstehung von Städten und komplexen Gesellschaftssystemen und die Herausbildung symbolischer Ordnungen, die in vielen Fällen die Grundlage dessen sind, was bis heute ein bedeutender Teil unseres impliziten Wissens und Denkens ist.

Die Spuren menschlichen Handelns finden sich in spektakulären Objekten wie Kolossalstatuen oder in winzigen Papyrusfetzen. Die Architektur liefert Zeugnisse der Vergangenheit, die sich manchmal schnell erschließen, manchmal erst in Rekonstruktionen ihren Zuschnitt offenbaren. Schicht für Schicht legen Archäologinnen und Archäologen in Grabungen die Spuren frei, mit Bohrkernanalysen erstellen sie Vegetations- und Klimaarchive, Knochen, Pflanzenreste und Holz geben ebenso viel Aufschluss über die Lebens- und Wirtschaftsweisen der Menschen wie Keramik- und Metallgegenstände. Texte, in Stein gemeißelt, auf Papyrus geschrieben oder in Ton gedrückt, lassen alle Facetten vergangener Gesellschaften von Staatsverträgen, über epische Dichtungen bis hin zu alltäglichen Abrechnungen hervortreten.

Aus der Fülle zahlloser Einzelbefunde formen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DAI ein mögliches Ganzes, suchen nach den Zusammenhängen, um zu verstehen, wie Menschen ihre natürliche Umwelt in Kulturlandschaften verwandelten, welche sozialen, kulturellen und politischen Veränderungen damit einhergingen und wie umgekehrt die Umwelt Einfluss hatte auf die menschlichen Entwicklungen.

Wozu Weltarchäologie?

"Wozu Weltarchäologie?" fragte der ehemalige DAI-Präsident Edmund Buchner anlässlich der Gründung der Kommission für Allgemeine und Vergleichende Archäologie und zitiert dabei Gerhard Rodenwaldts Sicht der Weltarchäologie anlässlich der Hundertjahrfeier des DAI 1929: "Das Gebiet der Archäologie hat sich räumlich und zeitlich erweitert. Ungeahnte Zusammenhänge verbinden in den verschiedensten Epochen Europa mit dem nördlichen Afrika und reichen bis zum Fernen Osten; an die Stelle Europas ist für Archäologie und Kunstgeschichte ein erweiterter Schauplatz getreten, der außer dem Alten Europa ganz Asien und Nordafrika umfasst." Diese bis in die Gründungszeit des DAI zurückreichenden Ideen der Ausweitung der Archäologie fasst Edmund Buchner programmatisch zusammen: "Allgemeine und Vergleichende Archäologie: das ist gewiss ein anspruchsvolles Programm. Es bedeutet, dass Fragen, die der Archäologie gestellt sind, durch weltweite Betrachtung gelöst werden sollen. Solche Fragen sind z. B.: die Geschichte der frühen Technologie, die Entstehung von Ackerbau und Viehzucht, die Geschichte des Siedlungswesens bis hin zu den frühesten Städten".

Seit 2006 verfolgt das DAI die damals konturierten Ideen über die Forschungscluster, in denen weltweit Projekte in der Beantwortung zentraler Fragen der frühen Menschheitsgeschichte zusammenarbeiten.

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