Selinunt: Konvivenz in einer antiken Stadt aus diachroner Sicht

Lange Zeit wurde die karthagische Eroberung als Bruch in der Stadtgeschichte angesehen. Neue Forschungen im Bereich der Wohnhäuser, Heiligtümer und Nekropolen zeichnen ein komplexeres Bild. Nun wird anhand ausgewählter Kontexte das Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und kultureller Gruppen in der Stadt erforscht.

Die Akropolis von Selinunt © DAI Rom // Daniela Gauss

DAI Standort  Abteilung Rom

Projektart  Teilprojekt einer Verbundforschung

Laufzeit  seit 2026

Disziplinen  Klassische Archäologie, Naturwissenschaften

Projektverantwortlicher  Prof. Dr. Ortwin Dally

Adresse  Via Sardegna 79/81 , 00187 Rom

Email  Ortwin.Dally@dainst.de

Team  Dr. phil. Annemarie Schantor, Linda Adorno, Berfin Karakaya

Laufzeit  seit 2026

Projektart  Teilprojekt einer Verbundforschung

Cluster/Forschungsplan  ROM - Stadt- und Siedlungsforschung, ROM - kultureller Kontakte, Interaktion und Mobilität

Fokus  Auswertung, Stadtgeschichte

Disziplin  Klassische Archäologie, Naturwissenschaften

Methoden  Feldforschung, DNA-Analysen, Isotopenanalyse

Partner  Parco Archeologico di Selinunte, Cave di Cusa e Pantelleria, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Università degli Studi di Palermo

Projekt-ID  6009

Überblick

In Verbindung mit sich laufend fortentwickelnden digitalen und naturwissenschaftlichen Methoden und neuen kulturgeschichtlichen Fragestellungen zu Identitäten sowie Inter- und Multikulturalität antiker Gesellschaften ergeben sich neue Perspektiven in Selinunt, insbesondere für die bislang vernachlässigte Frage nach der Struktur der Gesellschaft und dem Zusammenleben unterschiedlicher sozialer, ethnischer und kultureller Gruppierungen in einer antiken Stadt. Diese Fragen lasen sich aufgrund des vorzüglichen Erhaltungszustandes der Ruinenstätte dort so gut wie nur an ganz wenigen anderen Stätten der antiken Welt erforschen.