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Topeinstieg Archäologie weltweit

Forschung - Zeiträume

Zeiträume

Chronologisch sind die Arbeitsfelder des DAI weit gefasst – alle Phasen der frühen Menschheitsgeschichte werden erforscht, wobei der Blick mitunter bis in unsere Zeit reicht. Im Rif Oriental in Marokko datieren die in situ befindlichen ältesten Schichten in das Mittelpaläolithikum um 200.000 vor unserer Zeit. Auf der anderen Seite treten mit einem Projekt wie demjenigen zu traditionellen Bauweisen in Nordwest-China auch noch heute bewohnte Architekturen in den Fokus der Forschung. Deren Untersuchung hilft wiederum, antike Befunde besser zu verstehen.

Der chronologische Schwerpunkt der Arbeit des DAI liegt jedoch zwischen zwei einschneidenden Transformationsprozessen. Er beginnt mit der Neolithisierung und den weitreichenden Veränderungen im Bereich von Ackerbau und Viehzucht sowie grundlegenden technischen und sozialen Innovationen, beginnend mit einem Zeithorizont um 10.000 v. Chr. Er endet mit der Spätantike und dem Frühmittelalter (3.–7. Jh. n. Chr.), z. B. mit der Ausbreitung und Institutionalisierung des Christentums, der Ausbreitung des Islam oder der Völkerwanderung. In einer weltweiten Synopse können diese und vergleichbare Transformationsprozesse in absoluten Zahlen aber auch durchaus unterschiedlich datieren.

Die Analyse antiker Kulturen erlaubt Langzeitstudien über Jahrtausende quasi unter Laborbedingungen. In der Rückschau auf eine abgeschlossene kulturelle Situation kann man erkennen, welche gesellschaftlichen oder technischen Strategien erfolgreich waren und welche scheiterten – und vor allem: warum. Wie haben Landschaften und Städte sich langfristig entwickelt, wie wurden Innovationen implementiert und welche gesellschaftlichen Auswirkungen hatten diese? Wo und in welchen Regionen haben sich frühe Zentren einer Globalisierung ausgebildet? Die Archäologie kann mit ihrem Blick in die Antike Erkenntnisse über die Vergangenheit für die Zukunft nutzbar machen.

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