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Stipendien des Center for Hellenic Studies (CHS) und des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI)

Joint Fellowship des Center for Hellenic Studies (CHS) und des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI)

In Zusammenarbeit mit dem Center for Hellenic Studies der Harvard University schreibt das DAI jährlich zwei Stipendien an internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die zu verschiedenen Aspekten der antiken griechischen Kultur und den mit ihr interagierenden Nachbarkulturen forschen. Von besonderem Interesse sind dabei Projekte, deren Fragestellung oder Methodik neue Informationstechnologien berücksichtigen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten halten sich von Mitte September bis Mitte Dezember am DAI in Berlin auf und setzen das Stipendium im Januar am Center for Hellenic Studies in Washington fort.
Voraussetzung für die Bewerbung ist eine Promotion sowie der Nachweis über wissenschaftliche Qualifikation im Bereich der Griechenlandstudien. Interessentinnen und Interessenten sind gebeten, sich mit einem aussagekräftigen Forschungsvorhaben um das Stipendium zu bewerben.  

Weitere Informationen unter http://chs.harvard.edu

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2016/2017

Dr. Jason R. Harris

Jason R. Harris received his PhD from the University of Southern California in December 2013 and was most recently Visiting Assistant Professor of Classical Studies at Tulane University from 2014-2016. He also has held fellowships from the American School of Classical Studies at Athens and the American Academy in Rome. As CHS/DAI Fellow he will spend the 2016-2017 academic year researching and writing his first monograph based on his USC dissertation (which was titled "The tyrant and the migrant: the bonds between Syracusan hegemony and mobility from Dionysius I to Agathocles"). This monograph, by focusing on the mobility of scholars (including Plato) and the creation of courts (e.g. at Syracuse under the Dionysii) and philosophical communities (e.g. the Academy and the Pythagoreans) across the Mediterranean, will analyze the ways in which this migration of intellectuals and their interaction with major political figures affected the sociopolitical landscape of the late Classical Greek world, acted as a catalyst for literary production, and reflected subsequent empire-building processes of the Hellenistic Period.

Dr. Maria Nasioula

Maria Nasioula (PhD Aristotle University of Thessaloniki) is a Classical Archaeologist and, currently, a research collaborator of the Center for the Greek Language in Thessaloniki. As a field archaeologist, working for the Hellenic Ministry of Culture since 2000, she has taken part in excavations all over Macedonia (Dion, Vergina, Agios Athanasios-Macedonian Tomb, Thessaloniki, Kilkis-Polykastro, Philippoi-Ancient Theatre, Thasos-Limenaria), while she has engaged in several research projects. Her research interests expand on the archaeology, history and epigraphy of ancient Macedonia, with a particular emphasis on the relationship of Macedonians with γράμματα, including the role of the ancient scholarship and the libraries. While at CHS, she will pursue further research on grammatika vases, a group of Hellenistic relief vases with inscribed narrative scenes, focusing on the relationship between the inscriptions on these vases and the texts on surviving literary sources, in order to investigate the literary character of their decoration and the information it provides about Greek literature and its reception in the last two Hellenistic centuries. Her immediate plan and actual aim is to publish a monograph, as well as to establish an advanced digital database on the inscriptions of grammatika vases.

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2015/2016

Dr. Naomi Carless Unwin

Naomi Carless Unwin wurde 2013 am University College London mit einer Arbeit über die soziale und kulturelle Interaktion zwischen Karien und Kreta promoviert. Als Senior Fellow des Forschungszentrums für Anatolische Zivilisationen der Koç University in Istanbul forscht sie seit 2014 zu Religion und Gesellschaft in Karien als einer Landschaft im Spannungsfeld zwischen der Ägäis und Anatolien. Während ihres Aufenthalts am DAI und dem CHS in Washington wird sie dieses Projekt unter dem Arbeitstitel „Practising Religion on the Interface: religion and society in Karia" weiter zur Publikation vorbereiten.

 

Dr. Sven Schipporeit

Sven Schipporeit ist Dozent an der Universität von Wien. Promoviert wurde er an der Universität Heidelberg mit der Arbeit „Megaron. Kulte und Heiligtümer der Demeter und Kore in Ionien". In der Zeit seiner Assistenz in Wien und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Heidelberg befasst er sich u.a. eingehend mit Raum und Ritual im Römischen Triumph. Während seines Aufenthalts am DAI und am CHS in Washington wird Sven Schipporeit neue Forschungen zur städtischen und kultischen Konstitution synoikisierter Poleis in der späten Klassik und dem frühen Hellenismus beginnen. Unter dem Arbeitstitel „New cities, new gods? The urban and cultic constitution of synoicized poleis in late classical and early hellenistic times" wird ihm dabei Rhodos als erste Fallstudie dienen.

 

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2014/2015

Dr. Stéphanie Paul

Stéphanie Paul wurde 2011 an der Universität von Liège (Belgien) mit einer Arbeit zu den Kulten auf der Insel Kos und der Funktionsweise des griechischen Polytheismus promoviert. Die Arbeit wurde 2013 unter dem Titel « Cultes et sanctuaires de l‘île de Cos » (Kernos Suppl. 28) veröffentlicht. Seitdem ist Frau Paul als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität von Liège tätig, gefördert durch den Belgischen F.R.S. - FNRS (Fonds de la Recherche Scientifique). Während Ihrer Zeit am DAI in Berlin und am CHS in Washington wird sie sich mit dem Konzept der Schutzgottheiten im griechischen Pantheon beschäftigen.

 

Dr. Eric Kansa
Eric Kansa wurde 2001 an der Harvard Universität mit einer Arbeit über die ägyptische Präsenz an der südlichen Levante im 4. Jht. v. Chr. promoviert. Sein Hauptengagement gilt seit vielen Jahren aber den Digitalen Geisteswissenschaften. Er ist Mitbegründer und Leiter der archäologischen Publikationsplattform Open Context und wird sich im Rahmen seines Aufenthalts am DAI in Berlin und am CHS in Washington mit der Entwicklung von Arbeitsabläufen und Standards bei der digitalen Publikation von archäologischer Datensets beschäftigen. Eric Kansa hat für seine Bemühungen um die Reformierung des wissenschaftlichen Informationsflows zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. 2013 den "Champion of Change" Award des Weißen Hauses.     

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2013/2014

Prof. Dr. Juping Yang
 
Juping Yang ist seit 1993 Professor für Alte Geschichte und seit 2004 an der Nankai University in Tianjin, China beschäftigt. Er ist darüber hinaus Vizepräsident der Gesellschaft zur Erforschung der Alten und Mittelalterlichen Geschichte Chinas. Seine Forschungsschwerpunkte sind griechische und römische Geschichte und insbesondere die Wechselbeziehungen zwischen China und den Kulturen der griechischen Welt. Während seines Aufenthalts am CHS und am DAI widmet er sich einem Buchprojekt zu "Hellenistic Civilization and the Silk road".
 
Dr. Aurélie Carrara
 
Aurélie Carrara wurde 2011 an der Université de Bordeaux mit einer Dissertation über "La fiscalité des échanges extérieurs dans le monde grec du Vie siècle à la conquête romaine" in Alter Geschichte promoviert und war im Anschluss als Assistentin an der Université de Rouen tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Wirtschaftgeschichte und der griechische Epigraphik. Während Ihres Aufenthalts am CHS un dam DAI arbeitet Frau Carrara an ihrem Buch über "Tax systems and international trade in the ancient Greek world".  
 

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2012/2013

Dr. Francesco Mambrini
 
Francesco Mambrini wurde 2008 an der Università degli Studi di Trento mit der Arbeit "Sofocle, Aiace 1-865. Un commento antropologico" in Klassischer Philologie promoviert. Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter sowohl an der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand tätig, als auch am Perseus Projekt der Tufts University, Medford beteiligt. Francesco Mambrini beschäftigt sich u. a. mit Computerlinguistik. Während seines Forschungsaufenthalts am CHS und am DAI arbeitet er an seinem Projekt: "A treebank of Thukydides, 1.89-118. Syntactic and semantic annotation for the study of event structure."
 
Dr. Ilaria Bultrighini
 
Ilaria Bultrighini wurde 2012 an der Università degli Studi "G. d'Annunzio" Chieti e Pescara mit einer Arbeit zu den attischen Demen der Paralia in Alter Geschichte und Archäologie promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der griechischen Epigraphik und der Athener Chora von Archaischer bis in Römische Zeit. Während ihres Aufenthalts am CHS und am DAI arbeitet sie an einem Projekt zu "Coastalness and Inlandness in a maritime location of ancient Greece: the case of Attica".

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