Alexander Sollee zum Generalsekretär des Deutschen Archäologischen Instituts gewählt

Die Generalversammlung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) stimmte auf ihrer Sitzung am 7. Mai 2026 der Wahl von Dr. Alexander E. Sollee zum Generalsekretär des DAI zu. Er wird das Amt in Nachfolge von Dr. Philipp von Rummel antreten.
Alexander Sollee studierte Vorderasiatische Archäologie mit den Nebenfächern Assyriologie und Amerikanische Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2011 schloss er dort sein Studium mit dem Magister Artium ab. Anschließend absolvierte er einen DAAD-geförderten Forschungsaufenthalt am Oriental Institute der University of Chicago, bevor er 2016 an der Universität Bern mit einer Arbeit über neuassyrische Befestigungsanlagen promoviert wurde.
Nach seiner Promotion war Alexander Sollee in verschiedenen internationalen Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen tätig, darunter an der Universität Bern, der LMU München, der Universität Tübingen, der University of Cambridge sowie an der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin, wo er als Wissenschaftlicher Referent für Stipendien und Internationalen Austausch tätig war.
Seit 2023 verantwortet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter das Fach Vorderasiatische Archäologie am Seminar für Orientalische Archäologie und Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Im Zentrum seiner Forschungen steht in den vergangenen Jahren die Erforschung Kilikiens als historischer Kontakt- und Transformationsraum zwischen Anatolien, der Nordlevante und Nordmesopotamien. Seine Arbeiten verbinden archäologische Feldforschung mit Methoden der Landschaftsarchäologie, Fernerkundung und Digital Humanities und leisten wichtige Beiträge zur Erforschung späthethitischer Urbanistik sowie kultureller Austauschprozesse im östlichen Mittelmeerraum und Vorderen Orient.
Alexander Sollee ist international hervorragend vernetzt und engagiert sich in zahlreichen wissenschaftlichen Kooperationen. Mit seiner Wahl gewinnt das Deutsche Archäologische Institut einen Wissenschaftler mit großer Erfahrung in der Anwendung digitaler Methoden, in Forschung und akademischer Leitung sowie im internationalen Wissenschaftsaustausch. Seine Wahl setzt wichtige Impulse für die strategische Weiterentwicklung des Instituts und stärkt zugleich die internationale Sichtbarkeit der altertumswissenschaftlichen Forschung des DAI.
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