Beginn der 4. Grabungskampagne in der konstantinischen Bischofskirche von Ostia

Das Grabungsareal des Episkopiums von Osten © DAI Rom, Archiv Ostia-Projekt // Norbert Zimmermann
Auch dieses Mal wird das DAI Rom fünf Wochen lang gemeinsam mit den Projektpartnern der Universitäten Bonn und Köln und in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team der römischen Universität La Sapienza in Ostia auf Ausgrabung sein; das DFG-geförderte Projekt wurde um drei weitere Jahre verlängert. In dieser Zeit soll einerseits das 2025 angegrabene Episkopium (der Bischofspalast) an der Südflanke des Basilika-Komplexes erforscht (2026), andererseits die Eingangssituation von Westen her geklärt werden (2027).
Die Erwartungen sind hoch: aus den Auswertungen von Geophysik- und Luftbildanalysen sind umfangreiche Mauerstrukturen östlich der letzten Jahre entdeckten, mit Fußbodenmosaik und Marmorwandverkleidung wertvoll ausgestatteten Bischofs-Aula belegt: Es dürfte sich um Räume des Bischofs handeln, und für solche Räumlichkeiten gibt es bislang keine archäologischen Vergleiche aus konstantinischer Zeit.
Zeitgleich zur Ausgrabung kann man die bisherigen Ergebnisse im Rahmen der Ausstellung »IN HOC SIGNUM« im Kastell Julius‘ II. im Borgo von Ostia antica sehen bzw. im Ausstellungskatalog nachlesen, beides wurde vom Parco Archeologico di Ostia Antica kuratiert. Die 3D-Modelle aller Kampagnen und die aktuelle Rekonstruktion der konstantinischen Bischofskirche sind in diesem Rahmen erstmals auch über QR-Codes erschlossen (Links s. u.).
Wiederum danken wir allen MitarbeiterInnen und den Studierenden sowie den beteiligten Institutionen, insbesondere dem Parco Archeologico di Ostia Antica und seinem Direktor A. D’Alessio sowie den verantwortlichen Funzionari C. Tempesta, A. Casaramona, D. Daffara, C. Genovese und A. Docci.
N. Zimmermann (DAI Rom), S. Feist (Universität Bonn), M. Heinzelmann (Universität zu Köln), E. Borgia (La Sapienza Università Roma)
1. 3D-Modell des Scans der Grabungskampagne 2023 (F. Capriuoli, DAIR/ ACAS3D)
https://sketchfab.com/3d-models/scavo-ostia-dai-2023-temp-adeb2dd866a943de9679d795feb69d534
2. 3D-Modell des Scans der Grabungskampagne 2024 (F. Capriuoli, DAIR/ ACAS3D)
https://sketchfab.com/3d-models/scavo-ostia-2024-a52775db3aee4db88073f420cd9f7f40
3. 3D-Modell des Scans der Grabungskampagne 2025 (F. Capriuoli, DAIR/ ACAS3D)
https://sketchfab.com/3d-models/scavo-ostia-dai-2025-temp-7aca8aff5a7d4c1392951b7676bd1e68
4. 3D-Modell der Rekonstruktion der konstantinischen Bischofskirche von Ostia antica, Stand Herbst 2026 (D. Hinz, Universität zu Köln)
DFG-Projekt Nr. 507752214 “Die konstantinische Bischofskirche von Ostia: Struktur – Entwicklung – Kontext I“ (2023-2025) und DFG-Projekt 241000116 “Die konstantinische Bischofskirche von Ostia: Struktur – Entwicklung – Kontext II“ (2026-2028)
Ausstellungshinweis: „IN HOC SIGNO. Christliche Zeugnisse zwischen Ostia und Portus“ – Castello di Giulio II (Ostia Antica)
Kuratiert von Alessandro D’Alessio, Dario Daffara und Cristina Genovese.
Vom 21. Mai bis zum 21. November 2026 zeigen die päpstlichen Gemächer des Castello di Giulio II die Ausstellung „IN HOC SIGNO“, die sich der Entstehung und Verbreitung des Christentums zwischen Ostia und Portus widmet.
https://ostiaantica.cultura.gov.it/in-hoc-signo/
Kontakt
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Norbert Zimmermann
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