Simone Mühl zur Leitenden Direktorin der Orient-Abteilung gewählt

Die Zentraldirektion des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) stimmte auf ihrer Ordentlichen Jahressitzung am 8. Mai 2026 der Wahl von Frau Dr. Simone Mühl zur Leitenden Direktorin der Orient-Abteilung zu. Sie folgt damit auf Frau Dr. Margarete van Ess.
Simone Mühl studierte Vorderasiatische Archäologie, Altorientalistik sowie Ur- und Frühgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Dort promovierte sie 2011 mit einer Arbeit zur Siedlungsgeschichte des mittleren Osttigrisgebietes vom Neolithikum bis in die neuassyrische Zeit und profilierte sich früh durch internationale Feldforschungen im Vorderen Orient.
Nach Tätigkeiten an der Universität Heidelberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München leitete Simone Mühl ab 2016 eine Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe zur artefaktbezogenen Diversität in altorientalischen Kontexten. Seit 2021 ist sie stellvertretende Direktorin der Orient-Abteilung des DAI in Berlin.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere in der Landschaftsarchäologie Mesopotamiens, der Siedlungsarchäologie sowie in Fragen von Mobilität, Migration und kultureller Interaktion im Alten Orient. Dabei verbindet sie archäologische Feldforschung mit innovativen Methoden wie Geoinformationssystemen (GIS) und Fernerkundung. Ihre Arbeiten verbinden archäologische Feldforschung mit innovativen Methoden der Landschaftsarchäologie und digitalen Raumanalyse.
Mit Simone Mühl gewinnt die Orient-Abteilung eine international profilierte Vorderasiatische Archäologin mit großer Erfahrung in Forschung, Leitung und internationaler Kooperation. Ihre Wahl stärkt die strategische Weiterentwicklung der Orient-Abteilung und setzt wichtige Akzente in der Erforschung des Alten Vorderen Orients.
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