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Multidisziplinärer Doktorandenworkshop am DAI Rom innerhalb des DFG-Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“
06.06.18 Am 18. April 2018 veranstaltete das DAI Abt. Rom in Zusammenarbeit mit dem DFG-Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ (Universität Regensburg) einen Doktorandenworkshop im Kolleghaus „Villino Amelung“.

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Das Graduiertenkolleg 2337 beschäftigt sich mit Fragen nach der prägenden Wirkung städtischer vormoderner Zentren. „Metropolität […] zeichnet solche Städte aus, die einerseits zur symbolischen und funktionalen Bezugsgröße für Urbanisierungsprozesse in einem großen überregionalen Raum werden und zugleich für Bewohner und Außenstehende Bedeutungsüberschüsse und Identifikationspotenziale als Metropole anbieten." Wo, wenn nicht in Rom, hätte so ein themenübergreifender und multidisziplinärer Workshop stattfinden können?

Im Rahmen des Kolloquiums bekamen die TeilnehmerInnen Gelegenheit, ihr jeweiliges Dissertationsprojekt oder einen Teilaspekt zur Diskussion zu stellen. Der Schwerpunkt lag auf der Erörterung der Einzelprojekte, die in einem zeitlichen Rahmen von der Vorgeschichte bis in das Spätmittelalter angesiedelt waren. Auf den 15-minütigen Kurzvortrag schloss sich eine ebenso lange Diskussion an.

Der Begrüßung durch Prof. Dr. Ortwin Dally (Leitender Direktor der Abteilung Rom) und Dr. Markus Löx (Universität Regensburg, Graduiertenkolleg 2337) folgte der erste Teil mit den Dissertationsthemen am DAI Abt. Rom. Die Forschungen zeigten sowohl topographisch wie auch inhaltlich das breite Spektrum des DAI Rom auf. So sprachen u.a. Lena Vitt über die Sakrale Wiedernutzung prähistorischer Nuraghen in punisch-römischer Zeit  auf Sardinien, Steffen Oraschewski über Wirtschaftliche Aspekte stadtrömischer Großbauprojekte in der Antike sowie Matthias Block über Römische Sarkophage in den westlichen Provinzen. Julia Boensch stellte Die kaiserzeitlichen Grabmäler im nordtunesischen Raum vor, während Fabian Riebschläger Explorative und komparative Analyse archäologischer Datenbanken. Evaluation methodischer Ansätze aus dem Bereich des Data-Minings erläuterte.

Anschließend folgten in einem zweiten Themenkomplex  die Dissertationsthemen aus dem DFG-Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne".

Viele Themen sind hier in Italien angesiedelt: Arabella Cortese sprach über  Cilicia as Sacral Landscape: Saints' Cults and Metropolitanism in Late Antiquity, Giulia Fioratto über Nascita e sviluppo di una metropoli romana dell'Italia Settentrionale. La città, i commerci e il suo territorio, Mercedes Och über Fleisch ist mein Gemüse. Untersuchungen zur Bedeutungsveränderung im Konsumtierischer Lebensmittel im Sozial-und Machtgefüge der Metropole Rom (2. Jh. v. Chr.-4. Jh. n. Chr.) und Anton-Claudio Schäfer über Mediolanums Weg zur Kaiserresidenz und Hauptstadt im Westen des römischen Reiches bis in das vierte Jahrhundert n. Chr. – Tradition und Innovation als konstituierende Faktoren für die Entwicklung einer spätantiken Metropole). Charlotte Neubert beendete den Vortragsblock mit ihrem Projekt zur Old London Bridge – A framework of urban infrastructure and society in late medieval London.

Alle Projekte zeigten nicht nur die Vielfalt der archäologischen und historischen Disziplinen, sondern gaben auch einen guten Einblick in die Breite des zur Verfügung stehenden Methodenspektrums zur Erschließung von archäologischer, literarischer und normativer Überlieferung. Entsprechend angeregt verliefen die Diskussionen. Alle TeilnehmerInnen waren sich einig, dass der gemeinsame Workshop das Potenzial eines multi- sowie interdisziplinären Ansatzes deutlich erkennen ließ. In diesem Sinne bot der Workshop eine ideale Gelegenheit zur Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses auch über die eigenen Fachgrenzen hinaus. Die Diskussionen wurden anschließend bei einem gemeinsamen Abendessen fortgeführt.