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Project Summary

Umm el-Houl
Der Küstenort Umm el-Houl befindet sich im Südosten Katars und datiert in die Mitte des 19. Jh. n. Chr. Die durch rezente Bebauung akut bedrohte Ruine wird seit 2014 in Kooperation zwischen der Orient-Abteilung des DAI und der Qatar Museums (QM) archäologisch untersucht.

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Umm el-Houl: Eine bedrohte Küstensiedlung des 19. Jh. n. Chr. (Katar)

Umm el-Houl ist ein Küstenort mit einer Ausdehnung von ca. 24 ha. Der in die Mitte des 19. Jh. n. Chr. datierte Ort liegt einem natürlichen Strandwall auf und ist ca. 600 m von der Küstenlinie entfernt. Die Bebauung weist eine späte Phase mit großen Hofhäusern sowie eine frühe Phase mit kleineren Hofhäusern und einer mit Rundtürmen versehenen Stadtmauer auf. Während die Reste der späten Bauphase dem Sporn des Strandwalls aufliegen, findet sich die frühere Bebauung im Übergangsbereich zwischen einer Lehmpfanne (arab.: sebkha) und dem sich nach Westen abflachenden Strandwall.
Dieser Bereich ist durch rezente Baumaßnahmen akut gefährdet. Die temporäre Errichtung eines großen Wasserbeckens, das das Ruinengelände an drei Seiten umschließt, leckt und verursacht regelmäßig Überflutungen der tiefer gelegenen Ruinenbereiche.
Daraus resultiert neben Versalzung des Grundes eine intensive Wassererosion des Baumaterials. Teilweise führte dies bereits dazu, dass nur noch Grundmauerwerk oder Überreste der untersten Steinlagen erhalten sind.
Da der Wasserspiegel weitgehend unkontrollierbar ist, ist ein Großteil des kolonialzeitlichen Ortes bereits zerstört.
Umm el-Houl ist ein bedeutsamer Bestandteil des Cultural Heritage in Katar: Der Ort ist an der Südostküste der Halbinsel bislang der einzige seiner Art und beherbergte Teile der Herrscherfamilien im Verlauf der letzten, 200 Jahre umfassenden, politisch bewegten Geschichte Katars. Die begonnenen archäologischen Rettungsmaßnahmen beinhalten eine vollständige Aufnahme der Ruine sowie Vorbereitungen zum langfristigen Schutz. Im Rahmen einer deutsch-katarischen Kooperation werden die zukünftigen archäologischen Arbeiten genutzt, capacity-building voranzutreiben und zu stärken.

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Kristina Pfeiffer

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