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Project Summary

Rom, Domus Aurea
Unter den stadtrömischen Bauwerken gibt es wenige Monumente, die schon während ihrer Errichtung so umstritten waren wie die Domus Aurea (Goldenes Haus). Dies mag zum einen an dem Ort liegen, an dem das Projekt entstand, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Palatin und Forum Romanum, zum anderen an dem Bauherrn der Anlage, der kein geringerer war als Kaiser Nero (54–68 n. Chr.).

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Rom, Domus Aurea

Nach dem Brand von 64 n. Chr. bei dem auch eine von Kaiser Nero erst vor wenigen Jahren begonnene Bauanlage, die sog. Domus Transitoria, zerstört wurde, entsteht eine neue Kaiserresidenz, die Domus Aurea, die weitaus größer und luxuriöser als die Vorgängeranlage werden sollte. Nach der Darstellung der antiken Schriftsteller Tacitus und Sueton war das Areal der Domus Aurea neben dem eigentlichen Residenzgebäude mit einem künstlichen See, an dessen Stelle heute das Colosseum steht, weitläufigen Portiken und verstreut eingefügten Pavillons bebaut, und dies alles in einer Gartenanlage, die zwischen beherrschter Natur und Wildnis wechselte. Was mit der nicht fertig gestellten Domus Aurea nach Neros Sturz und Tod geschah, ist im Einzelnen nicht bekannt. Im Jahr 104 wurde die Anlage auf dem Colle Oppio durch einen Brand beschädigt. Kaiser Trajan ließ anschließend die Überreste des Obergeschosses einebnen, um auf der so geschaffenen Basis, die durch Hinzufügen von Substruktionskammern an der Südseite noch erweitert wurde, die Trajansthermen (Bauzeit:106-109 n. Chr.) zu errichten. Von den baulichen Anlagen auf dem Areal der Domus Aurea hat sich aufgrund der späteren Überbauung so gut wie nichts erhalten, abgesehen von einem gigantischen Nymphaeum an der S-O-Seite des Templum Claudii. Hingegen ist unsere Vorstellung von jenem Teil der Domus Aurea geprägt, der am Hang des Oppius liegt, und von dem immer angenommen wird, dass es sich hierbei um das eigentliche Hauptgebäude der Anlage handelt.Über die Nutzung der Anlage im Früh- und Spätmittelalter sind wir kaum informiert. Ende des 15. Jh. wurden Teile der verschütteten Anlage wiederentdeckt und vorrangig von Künstlern aufgesucht, um ihre Malerei und Stuckarbeiten zu kopieren, wodurch ein eigener Stil, die sog. Grotteske, entstand.

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Kontakt

Heinz-Jürgen Beste
Historische Bauforschung
Abteilung Rom
Via Sicilia 136
00187 Rom
 
+39 06 488 81490
+39 06 488 4973

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Laufzeit

2013 ‐ 2025

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Projektförderung

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Projektpartner

  • Soprintendenza Archeologica di Roma