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Erschließung und Digitalisierung des Nachlasses von Friedrich Rakob
Im Zuge der Kooperation des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom mit dem damaligen Institut National d'Art et d'Archéologie (INAA) in Tunis wurden im nordtunesischen Raum seit Beginn der 1970er Jahre umfangreiche Ausgrabungen durchgeführt. Die deutschen Grabungskampagnen in Chimtou/Simitthus u

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Erschließung und Digitalisierung des Nachlasses von Friedrich Rakob

Friedrich Rakob fokussierte seine Forschungstätigkeiten als Referent für römische Bauforschung am Deutschen Archäologischen Institut in Rom ab Mitte der 1960er Jahre auf die baugeschichtliche Untersuchung nordafrikanischer Städte. Als Grabungsleiter führte ihn sein Weg nach Simitthus/Chimtou und Karthago. Das antike Simitthus war eine nordwesttunesische Stadt, die für die Gewinnung und Verarbeitung des Giallo antico bzw. Marmor numidicum bekannt war/ist und ab 1970 im Rahmen der Kooperation des DAI mit dem INAA (später INP) erforscht wurde. In Karthago wurden zwei Großgrabungen als Teil der internationalen UNESCO-Rettungsaktion zum Schutz der antiken Stadt durchgeführt: ab 1974 im Küstenareal nördlich des punischen Hafens (Quartier Magon) sowie ab 1984 an der Rue Ibn Chabaat (Quartier Didon), die nahezu parallel zum antiken Decumanus Maximus verläuft. Hier sollte insbesondere die Entwicklungsgeschichte der Stadt von der frühpunischen bis in die frühbyzantinische Zeit erfasst werden. Die umfangreichen Forschungsergebnisse wurden in den 1990er Jahren publiziert und die restaurierten Grabungsareale in Form von archäologischen Parks mit Museum/Antiquarien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Nach dem Tod Friedrich Rakobs im Jahre 2007 wurde sein Nachlass dem DAI Rom übergeben. Er beinhaltet Hinterlassenschaften jahrzehntelanger Forschungsarbeit, festgehalten in Grabungstagebüchern, Zeichnungen, Fotografien, Filmen und weiteren Dokumenten. Zunächst wurde der umfangreiche Bestand inventarisiert und anschließend die Handzeichnungen sowie die Grabungsaufnahmen (Dias und Negative) größtenteils digitalisiert (noch laufend). Ziel des Projektes ist es nun, innerhalb des geplanten und neu angelegten Nordafrika-Archivs die digitalisierten Aufnahmen zu systematisieren und zu kontextualisieren, um sie anschließend in die öffentlich zugängliche Objektdatenbank Arachne einzupflegen. Ist dieses Teilprojekt abgeschlossen, sollen alle Rakob-Digitalisate zu einem Großprojekt zusammengefügt und auch für NAHAN, eine internationale Plattform für Archivmaterialien aus dem nordafrikanischen Raum, zur Verfügung gestellt werden.

Weiterführende Links

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Kontakt

Christoph Lehnert M.A.
Wissenschaftliche Hilfskraft (Fotothek)
DAI Abt. Rom, Fotothek
Via Sicilia 136
00187 Rom
Italien
 
+39 06 4888 1-473

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Laufzeit

01.07.17 ‐ 31.12.23

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Ausführende Abteilung

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Projektförderung

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