Detail Navigation

Project Summary

Uruk (Warka) (5 Teilprojekte)
Die Erforschung der Metropole des legendären Königs Gilgamesch wird nunmehr seit über 100 Jahren von deutschen Archäologen durchgeführt. In der früh zur Großstadt angewachsenen Siedlung (4. Jt. v. Chr.) wurde nicht nur die Keilschrift Mesopotamiens erstmals verwendet, sondern auch komplexe gesellschaftliche Lebensformen und administrative Systeme entwickelt.

Detail Map

Project Display

Uruk (Warka)

Uruk (arabisch al-Warka, sumerisch Unug, alttestamentlich Erech, griechisch-römisch Orchoi) war ca. 4500 Jahre besiedelt. Die älteste Ansiedlung bestand aus mehreren Dörfern und lag vermutlich nahe des für den Südirak typischen Sumpflandes. Bereits im 4. Jt. v. Chr. wuchsen sie zu einer Stadt von ca. 2,5 km² zusammen, die am Beginn des 3. Jt. v. Chr. eine Größe von 5,3 km² erreichte.

Uruk war damit für viele Jahrhunderte die größte, innerhalb einer Stadtmauer organisierte Stadt des Vorderen Orients und galt zur damaligen Zeit als Stadt par excellence. Zur komplexen Organisation der Stadt gehörten nicht nur der Bau von monumentalen Gebäuden im Zentrum der Stadt seit der Späten Uruk-Zeit (2. Hälfte des 4. Jt. v. Chr.), sondern auch die Kontrolle des Flusses und der Bau von innerstädtischen Kanälen sowie der 9 km langen Stadtmauer zu Beginn des 3. Jt. v. Chr.
Berühmt wurde Uruk durch die Erfindung der Keilschrift, den vielfältigen Einsatz von Massen­produktions­techniken und die dafür notwendige komplexe Verwaltung in der Späten Uruk-Zeit. Hervorragend gestaltete Kunstobjekte zeugen vom Reichtum und der Macht der Elite.

In Uruk war seit spätestens dem 3. Jt. v. Chr. ein überregional wichtiges Kultzentrum der Liebes- und Kriegsgöttin Inanna (sumerischer Name)/Ischtar (akkadischer Name) angesiedelt, das erst im 2. Jh. v. Chr. aufgelöst wurde. Die Schreiber und Gelehrten von Uruk sorgten dafür, dass das mesopotamische Wissen über Jahrhunderte hinweg bis in die Spätzeit der mesopotamischen Kulturen tradiert wurde. Berühmt war beispielsweise die Astronomenschule, die in der Seleukidenzeit (3. /2. Jh. v. Chr.) in Uruk forschte.

Contact Display

Kontakt

Margarete van Ess
Außenstelle Bagdad der Orient-Abteilung
Podbielskiallee 69-71
14195 Berlin
Deutschland
 
+49 30 187711-178
+49 30 187711-189

Organization Display

Organization Display

Project Sidebar Portlet

Laufzeit

seit 1912

Organization Display

Organization Display

Organization Display