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Landschaftsarchäologie und regionale Siedlungsnetzwerke um Buto
Seit 2010 wird die Region um die antike Stadt Buto (Tell el-Farain) im nordwestlichen Nildelta durch einen Survey, gefördert von der Thyssen-Stiftung, untersucht. Im Vordergrund steht die regionale Erforschung der Siedlungsgeschichte und der Veränderungen der Landschaft. Die archäologisch dokumentierten Siedlungen reichen von der 3. Zwischenzeit (ca. 1070-664 v.Chr.) bis in das Mittelalter.

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Landschaftsarchäologie und regionale Siedlungsnetzwerke um den Fundplatz Te

Das Nildelta stellte zwar über 50 % des antik zur Verfügung stehenden ägyptischen Lebensraumes dar, doch ist dessen Siedlungsgeschichte nur im Bereich weniger größerer Orte und durch einzelne extensive Surveys untersucht. Das Delta war durch eine dynamische Landschaft geprägt. Die Anzahl und der Verlauf der Nilarme änderten sich grundlegend im Laufe der Zeit. So erfolgte die Reduktion auf zwei große Nilarme, wie sie heute noch besteht, erst etwa um 1000 n. Chr. Davor lag ein langer Prozess in dem sich neue Arme bildeten, bestehende Arme sich verlagerten und verlandeten. Die jährliche Nilflut erforderte es, Siedlungen nur auf überschwemmungssicheren Arealen zu errichten. Diese Dynamik der alluvialen Landschaft schuf immer wieder neue Lebensbedingungen mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Siedlungsraum. Der Beziehung zwischen dem sich ändernden Naturraum und der Siedlungsentwicklung soll in dieser Region nachgegangen werden. Der intensive Survey hat sowohl eine landschaftsarchäologische wie eine siedlungsgeschichtliche Ausrichtung.
Im Zentrum des Untersuchungsgebietes liegt die bedeutende antike Stadt Buto (Tell el-Farain). Dieser Ort weist eine herausragende religiöse Bedeutung und eine sehr lange Besiedlung, vom 5. Jahrtausend v.Chr. bis in die spätantike Zeit, auf. Eine bemerkenswerte Siedlungslücke liegt jedoch für den Abschnitt vom Ende des Alten Reiches (ca. 2300 v. Chr.) bis zum Ende des Neuen Reiches (ca. 1070 v. Chr.) vor.
Das untersuchte Gebiet umfasst ein Areal von 22 x 25 km, und liegt nördlich, östlich und südlich von Buto. Innerhalb dieses Gebietes wurden Siedlungsreste folgender Epochen dokumentiert: Die frühesten Belege datieren in die 3. Zwischenzeit (ca. 1070-664 v. Chr.), während der Schwerpunkt eindeutig im Bereich der römischen und spätrömischen Epochen (1.-7. Jhd. n. Chr.) liegt. Jüngere Funde stammen aus frühislamischer Zeit (8.-10. Jhd.) und dem Mittelalter (11.-15. Jhd.).

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Robert Schiestl
Abteilung Kairo
Hohenzollerndamm 150-151
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14199 Berlin
 
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