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Gelot – Eine bronzezeitliche Nekropole in Tadžikistan
Die Nekropole von Gelot liegt im Süden Tadžikistans. Gemeinsam mit Archäologen aus Moskau und Dušanbe erforscht das DAI die spätbronzezeitliche Beškent-Vachš-Kultur (17.–15. Jahrhundert v. Chr.) und die Siedlungslandschaft des Jah-Su-Tales, einer Kleinregion südlich des Chodža-Sartez-Gebirges.

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Gelot – Ausgrabungen in einer bronzezeitlichen Nekropole in Tadžikistan

Die Nekropole von Gelot liegt am Nordufer des Jah-Su, sechs Kilometer von der Provinzhauptstadt Kuljab entfernt. Nördlich von Gelot erheben sich die Hügelketten des Chodža-Sartez. Der spätbronzezeitliche Bestattungsplatz war Ende der 1990er Jahre entdeckt worden. Ausgrabungen durch russische und tadžikische Archäologen haben daraufhin Gräber der lokalen bronzezeitlichen Beškent-Vachš-Kultur freigelegt (17.–15. Jahrhundert v. Chr.). Seit 2008 erforscht die Eurasien-Abteilung des DAI den Fundort in Zusammenarbeit mit dem Institut für Orientforschungen der Russischen Akademie der Wissenschaften (Moskau) und dem Institut für Geschichte, Archäologie und Ethnographie der Akademie der Wissenschaften der Republik Tadžikistan (Dušanbe).

Die Funde in der Nekropole von Gelot weisen deutliche Verbindungen nach Süduzbekistan, Nordafghanistan und Turkmenistan auf und liefern wesentliche Hinweise auf die Etablierung der lokalen Beškent-Vachš-Kultur. Sowohl im Grabbau als auch in den Keramikformen lässt sich eine Kontinuität nachweisen.

Neben den Ausgrabungen in Gelot erschließen Prospektionen im Jah-Su-Tal die Siedlungslandschaft dieser Kleinregion. Hierbei wurde deutlich, dass eine konstante Besiedlung des Tales vermutlich nicht vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. einsetzte. Dennoch fanden sich Siedlungsspuren unterschiedlicher Epochen.

Bei der Ortschaft Kuduk wurde neben bronzezeitlichen Streufunden ein Siedlungsplatz der frühen Eisenzeit nachgewiesen. Hier entdeckte Gruben enthielten bemalte Keramik der Periode Yaz I, die der in Karim Berdy gefundenen ähnelt. Somit sind nun zwei Fundplätze dieser Zeitstellung in Tadžikistan bekannt.

Vorachämenidenzeitliche Siedlungsspuren wurden an den Lösshügelketten des Chodža-Sartez nachgewiesen. In Gelot selbst fanden sich Hinweise auf eine achämenidenzeitliche Siedlung. Bei der Ortschaft Učkun wurde ein Siedlungsplatz des 4./3. Jahrhunderts v. Chr. entdeckt.

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Kontakt

Mike Teufer
Eurasien-Abteilung
Im Dol 2-6, Haus II
14195 Berlin
 
+49 (0)30 187711-328

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Laufzeit

2008 ‐ 2014

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Ausführende Abteilung

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