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Project Summary

China: Silk Road Fashion (2 Teilprojekte)
Kleidung als Kommunikationsmittel im 1.Jahrtausend v. Chr. in Ostzentralasien
Im 1. Jahrtausend v. Chr. entwickelte sich ein ausgedehntes Kommunikationsnetzwerk in Ostzentralasien. Das Vordringen der Griechen nach Osten, der Chinesen nach Westen und das Aufblühen von Handel brachte viele eurasische Völker in Kontakt. An ihrer Kleidung kann man gegenseitige Einflüsse ablesen.

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China: Silk Road Fashion

Kleider machen Leute, aber sie überdauern nur selten die Jahrtausende. In Westchina ist das Klima so trocken, dass bei archäologischen Freilegungen von Gräbern Hosen, Röcke und Kaftane, Stiefel und Ledermäntel häufig vollständig geborgen werden können. Mit diesem Projekt strebt ein Verbund aus fünf deutschen Projektpartnern in Kooperation mit der Chinesischen Akademie für Kulturerbe und dem Denkmalamt Xinjiang (VR China) seit August 2013 die Rekonstruktion von Technik- und Körperwissen, Sozialstrukturen, Ressourcenverfügbarkeit und Handelsnetzen in Ostzentralasien ca. 1200 v. Chr. - 300 n. Chr. an. Methoden der Archäologie, Textil- und Lederforschung, Farbstoffanalyse, Ornamentkunde, Schnittanalyse, Paläopathologie, Vegetations- und Klimaforschung, Kulturanthropologie sowie Linguistik werden auf Bekleidung und Ausrüstung in Xinjiang angewandt.

Die ältesten Kleiderfunde in diesem Projekt stammen von der wenig bekannten indigenen Bevölkerung in den Regionen Turfan und Hami. Bei der Kleidung des 7.-3. Jh. v. Chr. könnte es sich um Hinterlassenschaften von lokalen oder auch zugewanderten mobilen Hirtengruppen handeln. Spuren der Xiongnu-Nomaden vermutet man in Funden des 3.-1. Jh. v. Chr. In den jüngsten Funden vom 1. Jh. v. Chr.-3. Jh. n. Chr. zeigen sich kulturelle Einflüsse von Zuwanderern und Durchreisenden aus China, dem Greco-Römischen Reich, Parthien, Sogdien, dem Kuschan-Reich in sakischen Stadtstaaten am Südrand des Tarim-Beckens.

Materialanalysen und Funddokumentationen tragen bei zur Entwicklung nachhaltiger Verfahren für den physischen Erhalt von Kulturerbe in Xinjiang und seiner virtuellen Verfügbarkeit weltweit. Die Aus- und Weiterbildung von chinesischen Restauratoren und die Produktion von Lehrmaterial haben einen besonders hohen Stellenwert.


Ansprechpartner
Prof. Dr. Mayke Wagner (mayke.wagner@dainst.de), Leiterin des Projekts
Patrick Wertmann, M.A. (patrick.wertmann@dainst.de), Projektmanager
Dominic Hosner, M.A. (dominic.hosner@dainst.de), Datenmanager