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Project Summary

Petreni – Untersuchungen einer Groß-Siedlung der Cucuteni-Tripol´e-Kultur
Gemeinsam mit dem Nationalmuseum für Geschichte und Archäologie in Chișinău erforscht die Eurasien-Abteilung des DAI die Siedlung Petreni in der Moldaurepublik. Fokus dieses Projektes ist es, die Siedlungsdynamik einer Mega-Siedlung der Cucuteni-Tripol´e-Kultur zu Beginn des 4. Jahrtausends v. Chr. im nordwestpontischen Raum zu rekonstruieren.

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Frühe protourbane Zentren im nordwestpontischen Raum?

Das in Kooperation mit dem Nationalmuseum für Archäologie und Geschichte der Republik Moldau durchgeführte Projekt widmet sich der Siedlungsgenese im nordwestpontischen Raum des 5. und 4. Jahrtausends v. Chr. Besonderer Fokus liegt hierbei auf der Erforschung der so genannten Tripol'e Mega-Sites und der Frage, ob diese strukturierten Anlagen als Anzeiger einer neuen Gesellschaftsstruktur bewertet werden können.

Die Cucuteni-Tripol'e-Kultur bildet einen der letzten großen Kulturkomplexe am Ende des Spätneolithikums. Ihre Siedlungen verteilen sich auf das heutige Rumänien, die Republik Moldau und die Ukraine. Charakteristische Marker des Kulturkomplexes sind eine überaus qualitätvolle, bemalte Keramik sowie mitunter sehr großflächige, rund angelegte Siedlungsanlagen. Im Gegensatz zu benachbarten Kulturgruppen kommt es zu keiner Ausbildung von Tellsiedlungen – wenngleich auf natürlichen Anhöhen angelegt, sind die Siedlungen der Cucuteni-Tripol'e-Kultur einschichtig.

Die Siedlung Petreni liegt im Norden der heutigen Republik Moldau. Erste Ausgrabungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts legten Bauten der Phase CI der Tripol'e-Kultur (Beginn des 4. Jahrtausends v. Chr.) frei. Luftbildaufnahmen der 1970er Jahre zeigten einen Siedlungsplan runder Struktur, der durch geomagnetische Prospektionen 2010/11 vervollständigt werden konnte: auf einer Fläche von 33 Hektar liegen acht Ringe radial angeordneter Häuser, die von einem inneren Grabensystem durchzogen und von zwei äußeren umgeben sind. Die Kampagnen des laufenden Projekts sollen Bezüge zwischen den Wohneinheiten herstellen und feinchronologische Daten für die Siedlung erbringen. Auf Basis der Siedlungsstruktur sind Rückschlüsse auf die soziale Organisation der Cucuteni-Tripol'e-Gesellschaft zu erwarten. Ein engmaschiges Netz an Radiokarbondaten sowie feinstratigraphische Beobachtungen tragen zum Verständnis der Siedlungsgenese bei. Untersuchungsverfahren der Archäobotanik, Archäozoologie, Archäometallurgie sowie der Anthropologie sollen Funktions- und Wirtschaftsbereiche innerhalb der Siedlung definieren.

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Kontakt

Svend Hansen
Erster Direktor
Eurasien-Abteilung
Im Dol 2-6, Haus II
14195 Berlin
 
+49 (0)30 187711-311

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Laufzeit

2011 ‐ 2016

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Ausführende Abteilung

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Projektpartner