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Project Summary

Die Klosteranlage Deir el-Bachit in Dra' Abu el-Naga
Das Kloster Deir el-Bachît / Pauloskloster auf dem Hügel von Dra' Abu el-Naga wird seit 2001 archäologisch untersucht. Es umfasst das von einer Mauer umschlossene Hauptkloster, in dem eine Mönchsgemeinschaft wohnte sowie ältere spätantike Eremitagen, die sich über den Hügel verteilen. Die Besiedlung begann im 5. Jh. n. Chr. und dauerte bis ins frühe 10. Jh. an.

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Die spätantike/koptische Klosteranlage Deir el-Bachit in Dra' Abu el-Naga

Das Kloster Deir el-Bachît liegt auf dem Bergrücken von Dra’ Abu el-Naga. Es umfasst von einzelnen Mönchen bewohnte in ältere pharaonische Gräber eingebaute Eremitagen (die sog. Anlagen 26 und 27) als Ursprung der monastischen Besiedlung im 5. Jh. n. Chr. sowie eine ummauerte, von einer koinobitischen Mönchsgemeinschaft bewohnte Klosteranlage, die erst im späten 6./frühen 7. Jh. n. Chr. entstand. Damit lassen sich die Eremitagen der Außenanlagen 26 und 27 als die ältesten monastisch genutzten Einheiten auf dem Hügel von Dra' Abu el-Naga identifizieren.

In der Anlage 26 scheint ein Anachoret gelebt zu haben, der schon bald Besucher bzw. weitere Anachoreten anzog, die sich in den benachbarten, aus pharaonischer Zeit stammenden Gräbern ansiedelten. Hinweise auf einen Apa Paulos, der vielleicht auch als Gründungsvater in Betracht kommt, finden sich inschriftlich sowohl in der Anlage 26 und 27 als auch auf Ostraka aus dem Bereich des Hauptklosters. Eine enge Verbindung dieser Anlagen ist damit gesichert.
Die Identifizierung des Klosters mit dem aus Texten bekannten Pauloskloster ermöglicht es, dessen Korrespondenzen und Handelstätigkeit mit anderen Klöstern in Beziehung zu setzen. Untersuchungen der Gründungszelle in Anlage 26 und des Zugangs zum Kloster klärten die Vernetzung der Sakraltopographie auf dem Hügel von Dra‘ Abu el-Naga weitgehend.

Eine geophysikalische Prospektion mit begleitenden Sondierungsgrabungen innerhalb des Hauptklosters diente dem Ziel, die Klosterkirche zu lokalisieren. Eindeutige Ergebnisse ließen sich aber nicht erbringen. Hingegen kam in der Eremitage der Außenanlage 26 eine kleine Kapelle zutage, die wohl noch bis ins 12. Jh. von Pilgern aufgesucht wurde. Daraus ergeben sich neue Fragestellungen für die Sakraltopographie des Hügels von Dra' Abu el-Naga.

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Kontakt

Ina Eichner
Projektleitung Deir el-Bachit
Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Ernst-Ludwig Platz 2
55116 Mainz
 

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Ausführende Abteilung

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