Die Bischofsstadt Pharan im Süd Sinai
Die antike Haupt- und Bischofsstadt des Süd-Sinai Pharan (modern: Firan) liegt ca. 40 km von der Küste und ca. 50 km von al-Tur, dem antiken Raithu entfernt. Seit 1983 finden hier unter der Leitung des DAI Kairo in Zusammenarbeit mit dem Katherinenkloster Grabungen statt.

Die Bischofsstadt Pharan im Süd Sinai

Pharan war seit dem Ende des 4. Jhs. Bischofsstadt sowie seit der Spätantike Standort einer Kavallerie Abteilung (ala) der spätrömischen Armee. Vor Beginn der Grabungen des DAI Cairo fanden nur gelegentliche Untersuchungen am Ort statt, die sich zumeist nur auf die Kirchenanlagen bezogen.

Nach antiker Tradition fand bei Pharan, das man mit dem biblischen Rephidim identifizierte, die in Exodos 17, 10-15 erwähnte Schlacht zwischen dem israelischen Volk und den den Durchzug sperrenden Amalekitern statt. Nach Münzfunden lässt sich die Besiedlung bis in das 1. Jahrhundert v.Chr. zurückverfolgen. Sie verlief damit parallel zu der nabatäischen Einwanderung in Palästina, womit die Pharaniten als ein Bruderstamm der Nabatäer angesehen werden dürfen. Um die Mitte des 4. Jahrhunderts wurde die Bevölkerung der Stadt christianisiert, am Ende desselben Jahrhunderts erklärte man die Stadt zum Bischofssitz. Im Zuge der arabischen Eroberung gaben die Bewohner Pharan auf und wurden vermutlich Nomaden wurde die Stadt Pharan von den Bewohnern aufgegeben und sie selbst kehren vermutlich zum Nomadentum zurück. Der Bischof verlegte seinen Wohnsitz in das befestigte Katherinenkloster, seitdem der Abt dieses Klosters den Rang eines Bischofs bekleidet.

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