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Project Summary

Nekropole Saqqara
Im Rahmen des Forschungsprojektes wird ein Königsgrab aus der 2. Dynastie archäologisch und bauforscherisch untersucht. Ebenso von Bedeutung ist die Auswertung der zahlreichen späteren Nutungsphasen, durch welche sich langfristige Transformations- und Traditionsketten aufzeigen lassen.

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Nekropole Saqqara. Das Grab des Königs Ninetjer und seine späteren Nutzungs

Das Grab des Königs Ninetjer (ca. 2785–2742 v. Chr.) ist eines der bislang vier bekannten Königsgräber der 2. Dynastie. Es liegt in der Nekropole Saqqara, südlich des Djoserbezirks (3. Dynastie). Angelegt ist die Grabanlage als unterirdisches Felsgrab, welches in Stollenbauweise in das gewachsene Kalksteinmassiv getrieben wurde. Der unterirdische Komplex erstreckt sich über eine Fläche von ca. 77,00 m x 50,50 m und ist in 192 Räume gegliedert, die labyrinthartig den Fels durchziehen. Den ursprünglichen Zugang bildete eine aus dem Fels gearbeitete Rampe, die an beiden Enden freigelegt werden konnte. Zwei porticulli blockieren den Eingangsbereich. Über einen ca. 35,00 m langen, nach Westen abknickenden Hauptkorridor erreicht man die Königskammer. Im Osten und Westen zweigen schmalere Gänge vom Hauptkorridor ab, die sich zu immer kleineren Räumen verästeln und in den meisten Fällen polygonartig miteinander verbunden sind, wodurch die labyrinthartige Wirkung entsteht. Eine deutlich abweichende, andersartige Grundrissgliederung weist der sehr regelmäßig gestaltete Raumkomplex im Südosten auf. Dort erreicht man über zwei breite Korridore seitlich angeordnete große Räume mit Bänken. Ursprünglich befand sich oberirdisch wahrscheinlich ein mit Kalksteinen oder Nilschlammziegeln eingefasster Grabhügel, von dem jedoch keine Reste erhalten sind.
Durch die Arbeiten des DAI-Kairo konnten in bislang acht Kampagnen sowohl die unterirdischen Räume der Grabanlage erstmalig vollständig freigelegt, verformungsgerecht vermessen, archäologisch und bauforscherisch untersucht, Funde ausgewertet als auch oberirdische Grabungen durchgeführt werden.

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Kontakt

Claudia Lacher-Raschdorff
 

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Laufzeit

seit 2003

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Ausführende Abteilung

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Projektpartner