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Bibliothek der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik
Das Herz der Kommission ist ihre Bibliothek, die für ihre Schwerpunktgebiete zu den weltweit besten Einrichtungen gehört und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Nationen frequentiert wird. Ihr Sammelgebiet umfasst den gesamten Bereich der Alten Geschichte einschließlich der wichtigsten Hilfswissenschaften. Der Bestand beträgt ca. 44.000 Bände und 180 laufende Zeitschriften.

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Geschichte

Der Aufbau der wissenschaftlichen Bibliothek begann etwa ein Jahr nach der Gründung der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik auf Initiative von Alexander Schenk Graf von Stauffenberg im Februar 1951.

Die ersten Einträge in das Inventar – Verzeichnis (sechs Bände des CIL) stammen von Hermann Bengtson, sie datieren vom 18. April 1952; bis zum Jahresende waren es immerhin 261 Nummern. Nach der Etablierung der Kommission in einem der Universität gehörenden Gebäude in der Schellingstraße 10 stand zwar zunächst hinreichend Platz zur Verfügung, der sich jedoch durch das kontinuierliche Anwachsen des Bücherbestandes (allein von 1960 bis Ende 1965 um 2625 Nummern) bald als nicht ausreichend erwies. Bemühungen um die Anmietung eines weiteren Stockwerks waren nicht erfolgreich.

Der Anschluss der Kommission an das Deutsche Archäologische Institut im Sommer 1967 ermöglichte die Suche nach einem neuen Standort durch Edmund Buchner (seit Mai 1969 Erster Direktor der Kommission), die im Frühjahr 1969 mit dem Ankauf des 3. Stockwerks mit zwei großen Bibliotheksräumen im Südflügel des neu gebauten Gebäudekomplexes an der Amalienstraße 73 durch die Bundesrepublik Deutschland erfolgreich war. Der Umzug in die neuen Räume erfolgte am 10. Dezember 1969. Dank der nunmehr deutlich erweiterten Platzverhältnisse und ausreichender Finanzmittel konnte in den Folgejahren mit dem systematischen Ausbau der Bibliotheksbestände und der Auffüllung noch bestehender Lücken begonnen werden, ein Prozess, der sich über Jahre hinzog. Das daraus resultierende Anwachsen der Bestände führte in den Folgejahren zu erneuter Platznot, die jedoch durch den von Edmund Buchner im Frühjahr 1975 durchgesetzten Kauf der bis dahin von der Universität angemieteten, nunmehr frei gewordenen gleich großen 4. Etage mit ebenfalls zwei großen Bibliotheks -
Räumen längerfristig behoben werden konnte.

Die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift: "Chiron. Mitteilungen der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts", deren erster Band 1971 erschien, neben der seit 1959 bestehenden Monographienreihe "Vestigia. Beiträge zur Alten Geschichte" , ermöglichte den Abschluss von anfänglich (zwischen 1971 und 1973) bereits 46 Tauschabkommen, die Michael Wörrle mit den jeweiligen Herausgebern vereinbarte. Für die unbedingt erforderliche Erweiterung des Zeitschriftenbestandes bei gleichzeitiger Entlastung des Bibliotheksetats waren sie von elementarer Bedeutung. Heute bezieht die Kommission von den 183 laufenden Zeitschriften 81 im Tausch.

Durch die Katalogisierung der bereits damals 14 (jetzt 285) Bände umfassenden, zum großen Teil aus Nachlässen stammenden Sammlung von Sonderdrucken wurde vielfach nur schwer oder gar nicht greifbare Literatur verfügbar gemacht. Die 70er Jahre waren auch eine Zeit der Nachdrucke nicht mehr käuflicher Standardwerke. Dies erleichterte unter anderem auch den Aufbau einer Abteilung Papyrologie, die bis dahin in der Bibliothek ganz gefehlt hatte.

Da sich das bisherige Aufstellungsprinzip mit Einordnung der Bücher in relativ groß gefasste Unterabteilungen nach der alphabetischen Reihenfolge der Autorennamen als nicht länger praktikabel erwies, entschieden sich Michael Wörrle und der damals für die Bibliothek zuständige Referent Dieter Hennig Ende 1972 für eine komplette Neukatalogisierung des gesamten Bestandes mit einer Anordnung nach Erscheinungsjahren innerhalb der einzelnen, nunmehr thematisch enger gefassten und entsprechend verkleinerten Unterabteilungen. Der damit verbundene enorme Arbeitsaufwand, der neben den laufenden Bibliotheksgeschäften geleistet werden musste, konnte nur bewältigt werden, weil ab Januar 1975 mit Frau Elfriede Denk eine Halbtagskraft allein für die Bibliothek zur Verfügung stand. Trotzdem dauerte es mehr als zehn Jahre, bis die gesamte Aktion nach der Neuaufstellung der besonders umfangreichen Inschriften - Abteilung durch Karlheinz Dietz und Helmut Müller zum Jahresende 1984 abgeschlossen war.

Die Umstellung des bisher auf Karteikarten geführten Katalogs zusätzlich auf EDV erfolgte ab April 1997 auf Anweisung des Ersten Direktors der Kommission Michael Wörrle durch den damaligen Bibliothekar Josef Niedermeier gleichzeitig mit der Einbindung der Kommission in den Bayerischen Bibliotheksverbund.

Der augenblickliche Gesamtbestand mit rund 44.000 Inventarnummern ist vollständig im Verbundkatalog ausgewiesen und über den gemeinsamen OPAC der bayerischen Behördenbibliotheken im Internet abrufbar.

Dieter Hennig im März 2017

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Kontakt

Regina Gruber
Bibliothek der AEK
Amalienstraße 73b
80799 München
 
+49 (0)89 286767-67

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Öffnungszeiten

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Fr 8:00 Uhr - 12:00 Uhr

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