Fortbildung zum geprüften Grabungstechniker / zur geprüften Grabungstechnikerin

Die Kommission für Grabungstechnik

Neben ihren wissenschaftlichen Aufgaben engagiert sich die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in der Fachfortbildung und der Weiterentwicklung von Methoden und Standards des Ausgrabungswesens. Die RGK ist Mitglied der Kommission „Grabungstechnik" des Verbandes der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (Link: http://www.landesarchaeologen.de/). Die Kommission für Grabungstechnik (Link: http://www.landesarchaeologen.de/verband/kommissionen/grabungstechnik/) nimmt sich der Weiterentwicklung und Aufbereitung der Methoden der archäologischen Feldforschung an. Neben der kontinuierlichen Verbesserung und Anpassung von Standards für archäologische Ausgrabungen – mittlerweile vielfach Grundlage für die Richtlinien zur Durchführung von Ausgrabungen in Deutschland – bildet die Kommission den Prüfungsausschuss der Fortbildung zum / zur Grabungstechniker/in. Die Abschlussprüfung der Fortbildung findet an der RGK in Frankfurt statt.

Berufsbild „Grabungstechniker/in"

Grabungstechniker/-innen sind auf dem Gebiet der archäologischen Denkmalpflege und der Forschung tätig. Unter wissenschaftlicher Leitung führen sie archäologische Grabungen durch. Ihre große Verantwortung ergibt sich aus der Tatsache, dass jede Grabung zu einer Zerstörung der betreffenden archäologischen Fundstelle führt. Aufgrund der verschiedenen Strukturen der Denkmalpflege und föderal unterschiedlichen Gesetzeslage, sind Fortbildungsplätze für den geprüften Grabungstechniker / die geprüfte Grabungstechnikerin in den letzten Jahren lediglich in den Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, sowie beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) angeboten worden. Freie Fortbildungsplätze werden regulär ausgeschrieben und entsprechend veröffentlicht (z. B. http://www.landesarchaeologen.de/stellenangebote/ oder http://darv.de/service/stellenboerse/).

Die Fortbildung

Die dreijährige Fortbildung zum / zur Grabungstechniker/in auf Basis einer abgeschlossenen handwerklichen Berufsausbildung wird als sog. „Frankfurter Modell" bezeichnet. Diese Bezeichnung geht auf den Dienstort der RGK zurück, wo sich die Kommission Grabungstechnik traditionell einfindet und wo auch nach Abschluss der Fortbildung die Prüfung abgelegt wird. Neben der fachlichen Ausbildung an einem archäologischen Landesamt wird im Rahmen der Fortbildung ein fester Zyklus an Kursen zur Vermittlung verschiedener Kenntnisse (z. B. Vermessung, Fotografie) durchlaufen. Einen alternativen Weg, um den Beruf des Grabungstechnikers zu erlernen, bietet lediglich die HTW in Berlin im Rahmen eines Fachhochschulstudiums (B.A. Grabungstechnik; weitere Informationen unter: http://krg.htw-berlin.de/studium/studienschwerpunkte/grabungstechnik-feldarchaeologie-gt-fa/).

Contact

Daniel Neumann
Wissenschaftlicher Referent
Römisch-Germanische Kommission
Palmengartenstraße 10-12
60325 Frankfurt a. M.
 
+49 (0)69 975818-41