Nachlass Friedrich Wilhelm Deichmann: Erschließung und Digitalisierung

Qal'at Simʿan, Syrien, Basilika des St. Simeon, Apsiden an der Ostfassade. Nachlass F. W. Deichmann. D-DAI-ROM-DEI-07518 © DAI Rom // Friedrich Wilhelm Deichmann

Ergebnisse

Erschließung des Nachlasses

Der Großteil des Materials Deichmanns befindet sich heute in den Archiven der Abteilungen Rom und Berlin des Deutschen Archäologischen Instituts. Dr. Gabriele Mietke, damalige Referentin für Byzantinistik in der römischen Abteilung, begann in den 1990er Jahren mit der Auswertung des Fotomaterials. Eine systematische Aufarbeitung begann 2011 durch Eva Staurenghi, die ein fünfmonatiges Praktikum in der Fotothek der römischen Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts absolvierte. Schließlich widmete Sie ihre Doktorarbeit dem Nachlass Deichmanns. Sie trägt den Titel "Il lascito di Friedrich Wilhelm Deichmann (1909-1993). 
Il fondo fotografico del Deutsches Archäologisches Institut di Roma tra Oriente e Occidente", und wurde im Jahr 2018, betreut von Prof. Dr. Alessandra Guiglia, an der Università La Sapienza in Rom abgeschlossen.

Die Fotosammlung, die von großer Bedeutung, aber immer noch wenig bekannt ist, besteht aus etwa 9.000 Negativen, von denen die meisten von von Kontakt-Abzügen begleitet werden, vergrößerten Abzügen und Dias. Sie enthält Aufnahmen von Reisen des Wissenschaftlers nach Griechenland, der Türkei, Armenien, Syrien, Palästina, Israel, Ägypten, Tunesien sowie Italien, Spanien und Frankreich zwischen 1936 - als er das Reisestipendium des DAI in Berlin erhielt - und den 1970er Jahren.
Der Nachlass Deichmanns ist von herausragendem historischen und dokumentarischen Wert für die wissenschaftliche Forschung. Dies bezieht sich jedoch nicht nur auf den enormen Umfang, sondern auch auf das Vorhandensein von Material einiger Denkmäler, die heute nicht mehr erhalten sind, wie es beispielsweise in Syrien der Fall ist. In Zusammenarbeit mit der Fotothek der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts, konnte die Sammlung nun digitalisiert und über iDAI.objects/Arachne für die Forschung zugänglich gemacht werden.

Bibliographie und Links:

  • H. Brandenburg, Friedrich Wilhelm Deichmann. Vortrag aus Anlass seines 110. Geburtstages, gehalten am 7.11.2019 am Deutschen Archäologischen Institut, RM 126, 2020, 486–510.
  • E. Staurenghi, Il lasciato di Friedrich Wilhelm Deichmann (1909-1993). Il fondo fotografico del Deutsches Archäologisches Institut di Roma tra Oriente e Occidente (Diss. L’Universita di Roma Sapienza 2018).
  • Katalog der Zeichnungen
  • Projektseite in iDAI.objects/Arachne