Rechtsstatus

Satzungsgemäße Rechtsform

Das Institut ist eine Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes mit dem Recht der wissenschaftlichen Selbstverwaltung. Es hat seinen Sitz in Berlin, führt ein eigenes Siegel und hat eigenes Vermögen.

Geschichte der Rechtsform

Das Deutsche Archäologische Institut hat eine wechselvolle Geschichte auch seines Rechtsstatus erlebt. Zunächst beruhte das Institut auf einer privaten Gründung im Jahre 1829, dem "Instituto di corrispondenza archeologica" in Rom unter dem Protektorat des damaligen preußischen Kronprinzen. Im Jahre 1871 wurde es unter dem Namen "Institut für archäologische Correspondenz" in eine preußische Staatsanstalt umgewandelt und erlebte im Jahre 1874 die erneute Umwandlung in eine Reichsanstalt, die im Jahre 1887 offiziell in "Kaiserlich Deutsches Archäologisches Institut" und schließlich 1914 in "Archäologisches Institut des Deutschen Reiches" umbenannt wurde.

Seit 1874 gehörte das DAI zum Ressort des Auswärtigen Amtes. Nach 1934 war es kurze Zeit dem Reichsinnenminister und dann dem Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung unterstellt. 1945 lag das Institut in treuhänderischer Verwaltung durch das Land Berlin, um dann in die Obhut des Bundesministeriums des Innern überführt zu werden. 1970 wurde es durch Erlass des Bundeskanzlers Brandt wieder dem Auswärtigen Amt zugeordnet. 

Vergleiche hierzu:
Hans Meyer, Der Rechtsstatus des Deutschen Archäologischen Instituts. Rechtsgutachten, Archäologischer Anzeiger 2004/2, S. 155–220. (s. Downloads)